Politik

Chance für öffentlichen Dienst Verhandlungen in Potsdam

Die Verhandlungen um eine Beilegung des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst der Länder haben noch zu keinem Ergebnis geführt. Nach fast achtstündigen Gesprächen gab es am Donnerstagabend in Potsdam aus Verhandlungskreisen aber vorsichtige Signale, dass doch noch ein Kompromiss gelingen könnte. Die Verhandlungen verliefen in einer konstruktiven Atmosphäre.

Eines der Hauptprobleme ist die Wochenarbeitszeit. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) will sie auf jeden Fall verlängern und beharrte bislang auf mindestens 40 Stunden. Diese Grenze wollen die Gewerkschaften nicht überschreiten.

Vor dem Hintergrund des Streiks der Ärzte an den Uni-Krankenhäusern betonte ver.di ausdrücklich, man wolle einen Tarifabschluss für alle Landesbeschäftigten und damit auch für die Mediziner. Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank-Ulrich Montgomery, hatte den TdL-Verhandlungsführer Hartmut Möllring davor gewarnt, einen auch für die Ärzte geltenden Tarifvertrag abzuschließen. Die Ärztegewerkschaft hatte den Tarifverbund mit ver.di aufgekündigt. Der bereits für Bund und Kommunen geltende neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), den die Gewerkschaften für die Länder übernehmen wollen, enthält auch detaillierte Regelungen für Ärzte.

Ärzte wollen Schlichtung

Neun Wochen nach Beginn der Ärztestreiks hat der Marburger Bund (MB) die Länder mit dem Vorstoß für eine Schlichtung und neuen Drohungen unter Zugzwang gesetzt. Der Streik werde nächste Woche voraussichtlich ausgesetzt, sagte der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft, Frank Ulrich Montgomery, am Donnerstag in Berlin. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) solle die Chance auf ein neues Nachdenken erhalten. Montgomery drohte zugleich mit einer anschließenden Ausweitung der Streiks auf zwei komplette Wochen. Unterdessen lehnte TdL-Chef Hartmut Möllring (CDU) eine Schlichtung strikt ab.

Quelle: ntv.de

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