Politik

Maul- und Klauenseuche Vorbeugung gegen den Ausbruch der Epidemie in Deutschland

Nordrhein-Westfalens Agrar- und Umweltministerin Bärbel Höhn hat zur vorbeugenden Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche (MKS) angewiesen, weitere 1.500 Schafe zu töten. Bei den Tieren handelt es sich um den kompletten Herdenbestand eines Hofes in Neuss.

Die 750 Mutterschafe und ihre Lämmer waren zusammen mit 80 importierten Schafen aus einem MKS-infiizierten britischen Betrieb gehalten worden. Diese waren bereits am Sonntag gekeult worden. Die Tiere sollen in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt zu Tiermehl verarbeitet und anschließend verbrannt werden.

Bereits in den vergangenen beiden Tagen waren in NRW 400 Schafe vorsorglich getötet worden.

Vorsorgemaßnahmen von Bund und Ländern

Die Einschränkung internationaler Viehtransporte hält Höhn in Deutschland derzeit nicht für durchsetzbar. Mit einem Vorstoß in diese Richtung sei sie bei der Sitzung des Krisenstabes aus Bund und Ländern auf "größere Vorbehalte " gestoßen. Die Ministerin bezeichnete die internationalen Transporte den Grund für die "blitzschnelle Ausbreitung" von Seuchen über ganz Europa.

Die Länderregierungen ordneten nach dem Beschluss des Krisenstabes zusätzliche Kontrollen und die vorläufige Schließung von Viehmärkten an.

Auch auf Flughäfen und in den Seehäfen wurden die Kontrollen intensiviert. Bei Reisenden aus Großbritannien fand der Zoll am größten deutschen Verkehrsflughafen in Frankfurt am Main bislang kein Risikomaterial.

Quelle: ntv.de