Vorhaben in NiedersachsenBericht: Bund gibt Nuklearprojekt mit russischer Beteiligung grünes Licht

Im niedersächsischen Lingen plant ein Konzern, sechseckige Brennelemente russischen Designs herzustellen. Das Projekt ist umstritten und soll einem Bericht zufolge nun dennoch die Erlaubnis der Bundesregierung bekommen haben.
Die Bundesregierung gibt einem Medienbericht zufolge grünes Licht für ein umstrittenes Nuklearprojekt in Niedersachsen - trotz russischer Beteiligung. Wie das Portal Politico berichtete, will die Regierung das Projekt durch eine atomrechtliche Bewertung unter Auflagen erlauben. Konkret geht es um ein Vorhaben des Kraftwerksunternehmens Advanced Nuclear Fuels (ANF), eine Tochter des französischen Atomkonzerns Framatome.
ANF plant demnach an seinem Standort im niedersächsischen Lingen zusätzlich zu den bisherigen Brennelementen auch sechseckige Brennelemente russischen Designs herzustellen. Dafür will die Framatome-Tochter mit dem russischen Staatsunternehmen Rosatom zusammenarbeiten.
Laut Politico hatten deshalb zuletzt mehrere Sicherheitsbehörden das Nuklearprojekt für eine Bewertung des Bundes überprüft. Die Federführung dafür lag demnach beim Bundesumweltministerium. Das niedersächsische Umweltministerium muss das Projekt dem Bericht zufolge noch in einem finalen Schritt genehmigen. Das Ministerium in Niedersachsen habe dabei jedoch die erforderlichen Prüfungen und Einschätzungen aus Berlin abgewartet, schreibt Politico.