Politik

Nach sieben Jahren Bürgerkrieg Waffenstillstand in Nepal

Seit fast sieben Jahren tobt in Nepal ein Bürgerkrieg, dem mehr als 7.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Nun unternehmen die maoistischen Rebellen und die Regierung offenbar einen Anlauf, das Blutvergießen zu beenden. Beide Seiten stimmten Medienberichten zufolge einem Waffenstillstand zu.

Der unter dem Namen Prachanda bekannte Rebellenführer sagte, er habe von der Regierung einen Bescheid erhalten, "in dem sie uns mitteilt, dass sie die Bezeichnung Terroristen und das Kopfgeld gegen uns zurückgenommen hat". Dies werde als positiver Schritt betrachtet. Daher hätten sich die Rebellen "zu einem Waffenstillstand und der Teilnahme an Friedensgesprächen entschlossen".

Die nepalesische Regierung soll den Berichten zufolge dem Waffenstillstand zugestimmt und Planungsminister Narayanman Singh zum Unterhändler für Friedensgespräche ernannt haben. Informationsminister Ramesh Nath erklärte, der Konflikt müsse in Verhandlungen statt mit Gewalt gelöst werden. Angaben zu einem möglichen Zeitpunkt und Ort für Gespräche nannte er indes nicht.

Nur wenige Stunden vor der Waffenstillstandserklärung war es in Westnepal erneut zu blutigen Gefechten gekommen, bei denen mindestens drei Soldaten und 13 Rebellen getötet worden waren. Die maoistischen Rebellen haben die Abschaffung der konstitutionellen Monarchie und die Schaffung eines sozialistischen Staates in Nepal zum Ziel.

Quelle: ntv.de

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