Politik

Die Wunschliste der USA Wenig "Füchse" zur Verfügung

Die Bundesregierung kann den USA für deren Militäraktionen in Afghanistan möglicherweise höchstens 25 ABC-Spürpanzer "Fuchs" zur Verfügung stellen. Der Rest der insgesamt 120 Spezialpanzer sei entweder defekt oder werde im Inland oder bei den Balkan-Einsätzen benötigt, sagte der CDU-Haushaltsexperte Dietrich Austermann der Tageszeitung "Die Welt". Das Bundesverteidigungsministerium wollte keine Details zum Bestand oder zur Verfügbarkeit der "Füchse" nennen.

Austermann indes erklärte: "Wir haben die Füchse, die wir den Amerikanern anbieten, gar nicht mehr." Uneingeschränkte Solidarität könne man solange versichern, "wie man weiß, dass man wegen bedingter Einsatzfähigkeit nicht ernst genommen wird", warf er der CDU-Politiker der Bundesregierung vor.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte den USA zuvor im Kampf gegen den internationalen Terrorismus "grundsätzlich" Truppen und Gerät gegen biologische und chemische Angriffe angeboten.

Nach Angaben militärischer Fachinformationsdienste verfügt das deutsche Heer über insgesamt 462 Fuchs-Panzer. 348 werden hauptsächlich als Transportpanzer genutzt, 114 sind als ABC-Spürpanzer ausgerüstet.

"Fuchs" und "KSK"

Darüber wie die Beteiligung der Bundeswehr aussehen soll, wird seit Tagen spekuliert. Offenbar haben die USA konkrete Wünsche: ABC-Abwehrkräfte und Elitesoldaten der Bundeswehr sollen zum Einsatz kommen.

Ganz oben auf der Wunschliste stehe die Elite-Eingreiftruppe Kommando Spezialkräfte (KSK). Dies berichtet die "Braunschweiger Zeitung " und beruft sich dabei auf Quellen in Washington und Berlin. Der Bremer "Weser Kurier" meldet, die USA hätten Bundeswehrexperten mit Spürpanzern vom Typ "Fuchs" zur Abwehr biologischer und chemischer Angriffe anfordert.

Aufgabe der deutschen Elitesoldaten solle die Befreiung der in Afghanistan inhaftierten acht Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Shelter Now " sein. Unter ihnen sind vier Deutsche. Die US-Kommandos sollen vor allem den Top-Terroristen Osama bin Laden jagen und den Einsatz der eigenen Bodentruppen absichern.

Quelle: ntv.de

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