Politik

Geld gespart Weniger Sozialhilfeempfänger

Zum dritten Mal in Folge ist die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Deutschland zurückgegangen. Am Ende des vergangenen Jahres erhielten rund 2,68 Millionen Menschen in 1,42 Millionen Haushalten die so genannte "laufende Hilfe zum Lebensunterhalt". Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Damit sankt die Zahl der Sozialhilfeempfänger im Vergleich zu 1999 um 4,5 Prozent. Dies war der stärkste Rückgang seit 1998. Im Jahre 1997 hatte die Zahl der Bedürftigen mit über 2,9 Millionen einen Höchststand erreicht.

Während die Zahl der Sozialhilfeempfänger im Westen Deutschlands um 5,6 Prozent auf rund 2,26 Millionen sank, legte sie im Osten leicht um 1,6 Prozent auf etwa 430.000 zu. Im den alten Ländern beziehen allerdings 3,4 Prozent der Bevölkerung Sozialhilfe, während es in den neuen Ländern nur 2,8 Prozent sind. Der Bundesdurchschnitt der Sozialhilfeempfänger liegt bei 3,3 Prozent.

Die höchsten Sozialhilfequoten gab es in den Stadtstaaten: Bremen führt die Rangfolge mit 9,4 Prozent an, gefolgt von Berlin mit 7,9 Prozent und Hamburg mit 7,1 Prozent.

Unter den Flächenländern wiesen das Saarland sowie Schleswig-Holstein mit jeweils 4,3 Prozent den höchsten Anteil an Bedürftigen auf. Am geringsten war die Quote in Bayern (1,8 Prozent), Baden-Württemberg und Thüringen (jeweils 2,0 Prozent).

Quelle: ntv.de