Politik

Auswärtiges Amt korrigiert Weniger deutsche Terror-Opfer

Bei den Terroranschlägen in den USA sind weitaus weniger Deutsche ums Leben gekommen als ursprünglich angenommen. Das Auswärtige Amt korrigierte die Zahl der Vermissten am Donnerstag auf 31. Dabei handele es sich allerdings weiter um vorläufige Angaben, die Recherchen dauerten noch an. Eine Woche nach den Anschlägen war das Ministerium noch von bis zu 100 deutschen Opfern ausgegangen.

Von den 31 Vermissten befanden sich vier in den entführten Flugzeugen. Unter den 369 aus den Trümmern des World Trade Centers geborgenen Leichen waren nach Angaben des Auswärtigen Amts keine Deutschen. Ein Sprecher sagte, die Zahl der deutschen Vermissten werde sich nur noch geringfügig verringern. Die Recherchen würden aber voraussichtlich noch längere Zeit andauern.

Um die Leichen zu identifiziern wird in einigen Fällen auch genetisches Material benötigt. Das Auswärtige Amt hatte Angehörige, die nach New York kommen wollten, schon bald nach dem Anschlag gebeten, persönliche Gegenstände der Vermissten mitzubringen. Von Zahnbürsten, Kämmen oder getragener Wäsche könnten Experten DNA-Proben gewinnen, teilte die deutsche Vertretung in New York mit.

Nach offiziellen Angaben werden nach den Anschlägen in New York insgesamt 4.986 Menschen vermisst.

Quelle: ntv.de