Politik

Wahlkampf im Saarland "Wichtige Rolle" für Lafontaine

Der frühere saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine geht zwar bei der kommenden Landtagswahl nicht als SPD-Spitzenkandidat ins Rennen, soll aber "eine wichtige Rolle" im Wahlkampf spielen. Dies erklärte der Chef der Saar-SPD, Heiko Maas, der am Mittwoch anstelle Lafontaines als sozialdemokratischer Herausforderer von Ministerpräsident Peter Müller (CDU) nominiert worden war.

Maas sagte, er wolle im Wahlkampf eigene Akzente setzen und das Thema soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund stellen. "Die Positionen setzen wir hier im Land", betonte der 37-Jährige. Mit der Einbeziehung Lafontaines werde zwar Eigenständigkeit demonstriert, es solle aber kein Wahlkampf gegen die rot-grüne Regierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) gemacht werden.

Lafontaine erklärte, er wolle sein Gewicht "als erprobter Wahlkämpfer" vor allem für die Mobilisierung der sozialdemokratischen Stammwähler einsetzen. "Wir wissen natürlich, dass wir im Moment einen unheimlichen Gegenwind aus Berlin haben", sagte der 1999 im Streit mit Schröder aus allen Ämtern zurückgetretene Parteilinke.

Heiko Maas ist heute zu Gast in der n-tv Sendung "Maischberger" um 21.15 Uhr

Quelle: ntv.de