Politik

Umfrage-Duell mit Künast Wowereit hat Nase vorn

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Künast hat sich auf ein gewagtes Unternehmen eingelassen.

(Foto: dpa)

Berlins Regierender Bürgermeister kann zu Ende des Jahres aufatmen. Erstmals seit Monaten schiebt sich seine Partei in einer Umfrage wieder nach vorn. Und auch im direkten Vergleich mit Herausforderin Künast schneidet er besser ab. Allerdings haben die rot-roten Regierungspartner nach der Umfrage noch immer keine Mehrheit.

Die Berliner SPD liegt nach einer monatelangen Hängepartie erstmals in einer Umfrage wieder vor den Grünen. Mit 27 Prozent (plus 1 Punkt) schoben sich die Sozialdemokraten wieder an die Spitze in der Wählergunst, während die Grünen mit 25 Prozent gleich drei Punkte verloren. Das ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der "Berliner Zeitung".

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Wowereit gibt sich gelassen.

(Foto: dpa)

Zehn Monate vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September 2011 ist der Höhenflug der Berliner Grünen damit gebrochen. Vor gut einer Woche bescheinigten dies auch die Meinungsforscher von Infratest dimap für die "Berliner Morgenpost" und die RBB-"Abendschau". Dort lagen SPD und Grüne erstmals mit 27 Prozent wieder gleichauf. Im Oktober hatten die Grünen mit 30 Prozent die SPD mit 26 Prozent noch deutlich überflügelt.

Die CDU kam bei Forsa auf 19 Prozent (plus 1) und die Linke auf 15 Prozent (minus 1). Die FDP muss trotz eines Zugewinns um einen Prozentpunkt mit 4 Prozent weiter um ihren Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus fürchten. Die rot-roten Regierungspartner haben so nach wie vor keine eigene Mehrheit, während Rot-Grün sich auf 52 Prozent stützen könnte.

Im direkten Vergleich zwischen dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und seiner Grünen-Herausforderin Renate Künast kann der Amtsinhaber noch klarer punkten. Bei einer Direktwahl des Stadtoberhauptes (die es nicht gibt) würden 47 Prozent der 1004 im Dezember befragten Berliner Wowereit wählen, ein Plus von 5 Punkten. Für Künast als erste Grünen-Regierungschefin in Berlin würden sich laut Umfrage 25 Prozent entscheiden, ein Minus von 2 Punkten im Vergleich zum Vormonat.

Die Ursachen für den sind nicht ganz klar. Vermutlich stoßen einige Projekte, die Künast anstoßen will, bei den Berlinern nicht auf Gegenliebe. Ein flächendeckendes Tempo 30 in der Stadt gehört sicher dazu. Ebenso trifft  ihr Vorschlag, den Flughafen Schönefeld nur für Europaflüge zu nutzen, vermutlich sogar die eigene Klientel.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa