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Erster Arbeitsmarkt nicht belastet Zahl der Minijobber sinkt

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dpa

Lange Zeit ist von einer Verdrängung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung durch Minijobs die Rede. Das kann jetzt widerlegt werden. Eine Analyse ergibt, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei Einführung der Minijobs sogar ansteigt.

Die Zahl der Minijobber in Deutschland ist rückläufig. In den ersten drei Monaten des Jahres ging  sie um mehr als 140.000 zurück. Es habe 6,99 Millionen geringfügig entlohnte Beschäftigte gegeben, 53.000 mehr als im Ausgangsjahr 2004, schrieb die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf den neuen Quartalsbericht der Minijobzentrale in Essen.

Während die Zahl der geringfügig Beschäftigten damit seit 2004 um 0,8 Prozent stieg, legte die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,4 Millionen oder 9 Prozent zu. Den Zuwachs erklärte der Chef der Minijob-Zentrale, Erik Thomsen, mit der politisch gewollten Zunahme von geringfügiger Beschäftigung im privaten Haushalt: Immer mehr Arbeitgeber meldeten ihre Haushaltshilfen an. Von einer Verdrängung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung durch Minijobs könne angesichts dieser Fakten keine Rede sein.

Der Bericht ergibt auch, dass Minijobs vor allem Frauensache sind. Im gewerblichen Bereich stellen sie 62 Prozent der geringfügig Beschäftigten, im Privathaushalt sogar 92 Prozent. Beliebt sind Minijobs bei den Senioren: Mit rund 1,3 Millionen bilden die über 60-Jährigen die größte Altersgruppe unter den Minijobbern, gefolgt von 1,1 Millionen Minijobbern unter 25 Jahren.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts

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