Politik

Wahlen in Finnland Zentrumspartei gewinnt knapp

Bei den Parlamentswahlen in Finnland hat die oppositionelle Zentrumspartei am Sonntag die regierenden Sozialdemokraten knapp geschlagen.

Die bäuerlich-liberale Partei der bisherigen Oppositionschefin Anneli Jäätteenmäki kam auf 24,7 Prozent gegenüber 22,4 Prozent bei den Wahlen 1999. Sie stellt danach mit 55 Abgeordneten die größte Fraktion unter den 200 Abgeordneten im neuen Reichstag in Helsinki. Die sozialdemokratische SDP legte von 22,9 auf 24,5 Prozent zu und hat künftig 53 Sitze statt bisher 51 Sitze. Sie verlor aber den Status als größte Parlamentsfraktion.

Jäätteenmäki sprach sich für eine Koalition der beiden größten Parteien aus. Sie will nach dem Wahlerfolg ihrer Partei den "Alltag der Bürger besser machen". Sie schloss dennoch bereits vor der Wahlentscheidung nicht ausdrücklich aus, dass das Zentrum sich auch an einer Koalition unter Lipponens Führung beteiligen würde.

Der bisherige Regierungschef schloss seine Mitarbeit in einer von Jäätteenmäki geführten Regierung aus. Lipponen erklärte, er sei mit dem Wahlausgang "außerordentlich zufrieden" und wolle sich alle Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen Parteien offen halten.

Der 61-Jährige hatte seit acht Jahren eine "Regenbogen-Koalition" mit Beteiligung der Konservativen, der Linkspartei, der Schwedischen Volkspartei (der schwedischsprachigen Minderheit in Finnland) geführt. Im vergangenen Jahr wechselten die Grünen in die Opposition.

Quelle: ntv.de