Politik

emnid zu Wirtschaft Zweifel an Rot-Grün

Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung und die gegenwärtige wirtschaftlichen Lage beurteilt der Großteil der Deutschen zunehmend pessimistisch. Rund 56 Prozent rechnen damit, dass sich die Arbeitslosigkeit künftig vergrößern wird, die Hälfte aller Deutschen geht von einer Verschlechterung der Konjunktur aus. Dies ist das Ergebnis einer emnid-Umfrage im Auftrag von n-tv.

Besonders die gesetzlichen Abgaben und Steuern machen viele für die Konjunkturflaute mit verantwortlich. Diese hätten einen Umfang erreicht, der die Wirtschaft schwächt, glauben mehr als zwei Drittel der Deutschen. Die Bundesregierung hat nach Ansicht von 63 Prozent bisher keine den Problemen angepasste Reformpolitik betrieben. Fast Drei Viertel sind davon überzeugt, dass Rot-Grün nicht genug für die Schaffung neuer Arbeitsplätze unternimmt.

Im Gegensatz zum Herbst sind nun auch nur noch 47 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gute Arbeit leistet. Vor wenigen Monaten waren es noch 70 Prozent, die in Schröders Wirtschaftskompetenz vertrauten. Auch die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung insgesamt ging in den vergangenen Monaten deutlich zurück. Lediglich 45 Prozent der Bundesbürger sind noch mit der Arbeit der Regierung zufrieden, elf Prozent weniger als im Frühjahr. Lediglich bei der Beurteilung der außenpolitischen Lage, erteilt die überwältigende Mehrheit der Deutschen, 86 Prozent, der Regierung gute Noten.

Obgleich die Deutschen der Opposition keine bessere Wirtschaftspolitik zutrauen, mindert der wachsende Problemdruck doch die rot-grünen Wahlchancen. Wären an diesem Sonntag Bundestagswahlen, erhielten die Sozialdemokraten 39 und die Grünen 5 Prozent der stimmen. Die Union käme auf 37, die FDP auf 7 Prozent. Damit lägen Rot-Grün und Christliberal bei 44 Prozent gleichauf.

Quelle: n-tv.de