Dossier

Blutrünstiger Gotteskrieger Abu Mussab al-Sarkawi

Der Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi war der meistgesuchte Terrorist im Irak. Die US-Regierung hatte für seine Ergreifung zunächst eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar ausgesetzt. Die Summe wurde Ende Juni 2004 auf 25 Millionen erhöht.

Al-Sarkawi wurden eine Fülle brutaler Morde angelastet. Er galt als Anführer der Gruppe Al-Tawhid wa Al-Dschihad (Islamische Einheit und Heiliger Krieg), die sich im Oktober 2004 in Kaida al-Dschihad im Irak umbenannte, um so ihre Loyalität zum Terrornetzwerk El Kaida auszudrücken. Verbindungen zu El Kaida waren dem 39-Jährigen schon vor seinen Loyalitätsbekundungen an Bin Laden zugeschrieben worden. Experten gingen aber davon aus, dass er und seine Anhänger im Irak weitgehend autonom operierten.

Der Terrorist, der mit bürgerlichem Namen Ahmed Chaleileh hieß, wurde als Sohn palästinensischer Flüchtlinge geboren. Seine Geburtsstadt Sarka fand später Eingang in den "Kampfnamen" Al-Sarkawi.

Der 39-jährige, der wie die Terroristen von El Kaida der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam angehörte, war offensichtlich von Hass auf jeden getrieben, der sich seiner radikalen Auslegung des Islam entgegenstellt. Er lebte in Afghanistan, wo er ein Ausbildungslager für Terroristen in Herat geleitet haben soll, bevor er dann in den Irak ging. Anders als El-Kaida-Anführer Osama bin Laden pflegte der Jordanier nicht das Image des spirituellen Führers, der von seinem Versteck aus mit ruhiger Stimme und blumiger Sprache Befehle zum Massenmord erteilt. Vielmehr gab sich al-Sarkawi gern als blutrünstiger "Gotteskrieger", der selbst an vorderster Front kämpft und Geiseln enthauptet.

Quelle: n-tv.de