Dossier

Reisekonzerne TUI- und Cook-Reisende nicht betroffen

Unter den Opfern der Anschläge auf der indonesischen Ferieninsel Bali sind nach Angaben der Reisekonzerne TUI und Thomas Cook keine Kunden der Unternehmen. Dies teilten Sprecher der beiden größten deutschen Reisekonzerne am Samstagabend unter Berufung auf die Reiseleiter vor Ort mit.

Dem Auswärtigen Amt lagen zunächst keine Informationen über möglicherweise betroffene Deutsche vor. Die Botschaft in Jakarta und der Honorarkonsul auf Bali stünden mit den örtlichen Behörden in Kontakt, sagte eine Sprecherin am Abend.

Den Angaben des TUI-Sprechers zufolge betreut der Konzern derzeit rund 250 Gäste in dem betroffenen Reisegebiet. Einzelne Touristen hätten den Wunsch geäußert, vorzeitig abzureisen, sagte der Unternehmenssprecher. Bis zum 7. Oktober bietet der Marktführer demnach Urlaubern an, ihre für das Gebiet geplanten Reisen umzubuchen.

Auf Bali waren am Samstag Polizeiangaben zufolge drei Bombenanschläge verübt worden. Dutzende Menschen seien getötet worden; die Zahl der Verletzten lag bei über 100. Die Anschläge galten einem Cafe in dem Touristenzentrum Kuta, das für seinen kilometerlangen Sandstrand berühmt ist und dem Hotel Four Seasons am Strand von Jimbaran. Kuta war auch das Ziel der Anschläge vor drei Jahren. Damals waren mehr als 200 Menschen getötet worden, darunter zahlreiche Australier und mehrere Deutsche. Für diese Anschläge wurden Moslem-Extremisten mit Verbindung zur Organisation Al-Kaida verantwortlich gemacht.

Quelle: ntv.de