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Das bessere Staatsoberhaupt Gauck for President!

Joachim Gauck ist genau der lebenskluge und freiheitlich gesinnte Kopf, den wir so dringend im höchsten Amt des Landes brauchen. Er ist nicht nur ein begnadeter Redner - er hat auch viel zu sagen. Gauck ist einer, der sich nicht in politischer Machtspielerei bewegt. Das kommt an.

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(Foto: APN)

Der Bundespräsident hat mehr zu tun, als nur Gesetze abzusegnen und hin und wieder aus der Staatskarosse zu winken. Er muss etwas zu sagen haben, seinem Volk und der Welt draußen. Er muss vermitteln können zwischen Politik und Bürgern. Er muss dem Volk die Richtung aufzeigen. Er muss Mut machen, anschieben und auch mal mahnen. Joachim Gauck kann das.

Er ist ein begnadeter Redner - und viel zu sagen hat der eloquente Ossi auch. Gauck ist genau der lebenskluge, optimistische und freiheitlich gesinnte Kopf, den wir in den schwierigen Jahren, die vor uns liegen, so dringend im höchsten Amt des Landes brauchen. Gerade in Zeiten von Krise und Unsicherheit ist es gut, wenn Menschen an der Spitze stehen, die Souveränität ausstrahlen.

Ein Symbol für Freiheit

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Joachim Gauck ist längst der "Präsident der Herzen".

(Foto: APN)

Gauck ist zwar alt an Jahren, aber immer noch jung im Kopf. Er ist einer, der nicht aufhört zu denken, zu hinterfragen, zu prüfen. Gauck stellt eine moralische Autorität dar. Er verkörpert Mut, Standhaftigkeit und Glaubwürdigkeit. Als ehemaliger Bürgerrechtler ist er ein Symbol für Freiheit, als Leiter der nach ihm benannten Behörde auch ein Symbol für Gerechtigkeit. Alles ideale Voraussetzungen für das Amt des Bundespräsidenten.

Gauck trägt kein parteipolitisches Hütchen, er hat keine lange politische Karriere hinter sich und würde wohl auch die nicht schonen, die ihn nominiert haben. Er hat stets Kante gezeigt - der Union, der FDP, der SPD, den Grünen und den Linken.

Bei seiner Nominierung stellte Gauck sofort klar, dass er ein überparteilicher Kandidat sein will. Einer, der sich nicht in den engen Grenzen politischer Machtspielerei bewegt und sich auf keinerlei Kungeleien einlässt. Das kommt an beim Volk. Die letzten Jahre tourte er durch Deutschland, um bei den Bürgern dafür zu werben, dass nicht Politikverdrossenheit etwas ändert, sondern aktives Mitgestalten. Genau so jemanden braucht dieses Land: jemanden, der die Massen wieder politisiert, damit die Leute sich endlich wieder für ihre Ziele einsetzen und sich nicht wegducken, aussitzen und hoffen, dass die nächste Sparwelle nicht sie selber trifft.

Kämpfer für Demokratie

Gauck stillt ein Bedürfnis, das längst nicht nur in Deutschland spürbar geworden ist: das Bedürfnis nach Persönlichkeiten anstelle von Personal, nach Menschen mit einem richtigen Leben anstelle von kalter Lebensplanung. Joachim Gauck ist eine solche Persönlichkeit.

Er war protestantischer Pfarrer in der DDR, Redner bei den Montagsdemos in Rostock und Mitgründer der DDR-Bürgerbewegung Neues Forum, die 1989 wesentlich zur Wende in Ostdeutschland beitrug. Von 1990 bis 2000 kämpfte er sich durch die alten Stasi-Unterlagen - als Leiter der Behörde, die im allgemeinen Sprachgebrauch "Gauck-Behörde" hieß. Gauck war stets ein Kämpfer für Demokratie und Freiheit.

Klares Leitmotiv

Wohl auch deshalb hat Gauck die Freiheit zum Thema seiner möglichen Präsidentschaft gemacht. Denn gerade wegen seiner Erfahrung der Unfreiheit weiß Gauck die Freiheit als etwas Einzigartiges zu schätzen. Freiheit sei wichtiger als Solidarität. Die Freiheit, die Gauck propagiert, nennt er eine Freiheit für Erwachsene, die gepaart ist mit Verantwortung. Verantwortung für andere zu übernehmen bedeutet für Gauck, sie zu befähigen, sich selbst zu versorgen. Er will keinen Fürsorgestaat, keine Bemutterung, sondern die Fähigkeit zur Selbstständigkeit. Eine solidarische Gesellschaft ist für ihn eine, die den Einzelnen ermächtigt, ein Bürger zu sein.

Die beste Begründung für Gauck lieferte die Bundeskanzlerin höchstpersönlich bei ihrer Laudatio zu seinem 70. Geburtstag. Gauck "hat sich in herausragender und auch in unverwechselbarer Weise um unser Land verdient gemacht – als Bürgerrechtler, politischer Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land sowie als Mahner und Aufarbeiter des SED-Unrechts und damit auch als ein Mann, der immer wieder an historische Verantwortung erinnert. Welche Facette man auch hervorhebt, immer spiegelt sich das Fundament unserer Gesellschaft wider: Einigkeit in Recht und Freiheit."

Quelle: n-tv.de

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