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Schweizer zahlen dreimal so viel 2284 Euro pro Jahr für Versicherungen

Deutschland Vericherungseuropameister? Nicht ganz, auch wenn hierzulande überdurchschnittlich viel Geld in die vermeintliche Sicherheit fließt. Im Schnitt besitzt jeder Bundesbürger sechs private Policen.

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Europaweit gaben die Verbraucher der Studie zufolge durchschnittlich 1883 Euro pro Jahr für Versicherungen aus.

(Foto: Imago)

Für Versicherungen haben die Bundesbürger im Jahr 2013 pro Kopf durchschnittlich 2284 Euro ausgegeben. Dies teilte ein Sprecher des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Knapp die Hälfte der Summe, nämlich im Schnitt 1107 Euro, seien in die private Altersvorsorge geflossen, erklärte er unter Berufung auf eine Studie des Europäischen Versicherungsverbandes. Nach Angaben des Bundes der Versicherten (BdV) hat jeder Bundesbürger im Durchschnitt sechs Versicherungsverträge.

Im Vergleich zum Vorjahr gaben die Bundesbürger der Studie zufolge 40 Euro mehr aus für Kapitallebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Riesterrente, Basisrente und betriebliche Altersvorsorge. Die Aufrufe, mehr für die private Altersvorsorge zu tun, scheinen zu verhallen, erklärte der GDV-Sprecher zu dem niedrigen Anstieg mit Verweis auf die Debatte um die Altersarmut. Über mögliche Auswirkungen des zum Jahresbeginn 2015 auf 1,25 Prozent gesunkenen Garantiezinses für Lebensversicherungen konnte er noch keine Angaben machen.

Europaweit gaben die Verbraucher der Studie zufolge durchschnittlich 1883 Euro pro Jahr für Versicherungen aus. Damit lägen die Deutschen zwar über dem Durchschnitt, im Vergleich zu einigen Nachbarstaaten aber eher im Mittelfeld, erklärte der GDV-Sprecher. So zahlten die Franzosen 2013 im Schnitt 2870 Euro für Versicherungen, Briten 3703 Euro, Dänen 4213 Euro, Niederländer 4497 Euro und Schweizer fast 6000 Euro.

In die private Altersvorsorge investierten Franzosen demnach pro Jahr 1810 Euro, Italiener 1426 Euro. Die Dänen investierten rund 3000 Euro in Lebensversicherungen und die Briten fast 2700 Euro. Die unterschiedlich hohen Ausgaben liegen laut GDV auch an den unterschiedlichen Sozialversicherungssystemen.

Für die Studie wertete der Versicherungsverband Insurance Europe die Daten aus 32 europäischen Ländern für das Jahr 2013 aus. Die europäische Versicherungsindustrie ist die größte der Welt, sie macht 35 Prozent des globalen Versicherungsmarktes aus und liegt damit vor Nordamerika (30 Prozent) und Asien (28 Prozent).

Quelle: n-tv.de, awi/AFP

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