Ratgeber

Die besten Fluggesellschaften Air Berlin landet vorn

Seit fast zwei Jahren dürfen Airlines ihre Flüge nur noch mit den tatsächlichen Endpreisen bewerben – einschließlich aller Steuern und Gebühren. Aber halten sie sich auch an diese EU-Vorschrift? Diesen und weiteren Fragen geht das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) nach.

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Insbesondere auf innerdeutschen Strecken war Air Berlin oft am günstigsten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein günstiger Flug scheint schnell gefunden. Unerfreulich wird es jedoch, wenn unerwartete Zusatzkosten den Flugpreis erhöhen, wie der aktuelle Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) zeigt. Für n-tv haben die Marktforscher elf europäische Fluggesellschaften unter die Lupe genommen.

Die Flugbuchung über die Internetseiten der Airlines gestaltete sich zwar einfach und schnell. Während des Buchungsprozesses sollte man aber auf der Hut sein. Bei fast jeder fünften Airline kamen zusätzliche Kosten für aufzugebenes Gepäck hinzu und in zwei Dritteln der Buchungen wurden Gebühren für die Kreditkartenzahlung fällig. Bis zum finalen Preis mussten die Interessenten im Schnitt drei Mal klicken. "Verbraucher müssen auf Zusatzkosten bereits vor der Buchung hingewiesen werden, nur dann sind die Preise transparent", fordert DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer.

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Auch Markus Tressel hat sich mit dem Thema Preisinformation bei Flugreisen beschäftigt. "Der Wettbewerb ist verzerrt, die Werbung oft irreführend", klagt der tourismuspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag. "Gegen diese Abzocke bei Airlines und Flugvermittlern muss auch die Bundesregierung vorgehen und die Reisenden schützen."

Bis zu 90 Prozent teurer

Für 45 nationale und internationale Flugstrecken haben die Tester die Konditionen verglichen. Dabei offenbarten sich bei gleicher Reisezeit und Reisestrecke enorme Kostenunterschiede. Mit der Wahl der günstigsten Airline ließen sich bei nationalen Flügen bis zu 30 Prozent sparen. Bei internationalen Verbindungen waren es sogar bis zu 90 Prozent.

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Die Gesamtwertung

Ernüchternd gestaltete sich die Kommunikation mit den Fluggesellschaften. Der telefonische Service war gerade mal befriedigend. Zwar wurden die Tester am Telefon überwiegend kompetent beraten, jedoch verbrachten sie im Durchschnitt mehr als eine Minute in der Warteschleife. "Vermeintliche Billiganbieter hatten teure Servicehotlines und boten nicht einmal einen E-Mail-Kontakt an", bemängelt Serviceexperte Hamer. Die Beantwortung von E-Mails war sogar nur ausreichend.

Testsieger der Studie wurde Air Berlin. Die Fluggesellschaft überzeugte mit dem besten Service und den günstigsten Konditionen – insbesondere für nationale Flüge. Lufthansa belegte Rang zwei und punktete mit einer schnellen Beantwortung von Kundenanfragen, einer informativen Website sowie ihrem weit verzweigten Streckennetz. TUIfly auf Platz drei bot besonders günstige Konditionen für kurzfristige Buchungen und freundliche Beratungen am Telefon.

Quelle: ntv.de, ino

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