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Gefälschte Hunderter Blüten erkennen

Erstmals seit Jahren hat die Zahl des sichergestellten Falschgeldes in Deutschland wieder zugenommen. Vor allem die Zahl falscher 100-Euro-Scheine ist gestiegen. Dennoch müssen sich Verbraucher offenbar wenig Sorgen machen: An Geldautomaten sei es kaum wahrscheinlich, dass gefälschte Banknoten ausgegeben werden, sagte ein Sprecher der Bundesbank gegenüber der dpa. In Deutschland hätten sich alle Banken vertraglich verpflichtet, an ihren Automaten nur von der Bundesbank oder von zertifizierten Maschinen geprüfte Scheine auszuzahlen.

Als Wechselgeld sei der 100-Euro-Schein eher selten. Das einzige Risiko, mit gefälschten Scheinen in Kontakt zu kommen, sei deshalb, dass ein Bankangestellter am Schalter ungeprüft einen Schein ausgebe, der zuvor eingezahlt wurde. Wer dennoch mit einem Schein bezahlen möchte, der vom Verkäufer als Fälschung erkannt wird, muss diesen bei der Polizei abgeben - falls der Verkäufer die Banknote nicht sofort gegen eine Quittung einbehält und die Behörden alarmiert.

Blüten erkennen

Auf einen Ersatz der Summe hat der Verbraucher allerdings keinen Anspruch. Der erneute Versuch, die Fälschung in den Zahlungsverkehr zu bringen, ist strafbar und wird als Verbreitung von Falschgeld mit hohen Geld- oder sogar Gefängnisstrafen geahndet, warnt die Bundesbank. Die Echtheit von 100-Euro-Scheinen lässt sich an den für alle Euro-Banknoten typischen Sicherheitsmerkmalen prüfen. Fälschungen aus Papier seien "glatter und lappiger" als echte Banknoten aus Baumwolle, erklärte der Sprecher.

Wird ein echter Schein gegen das Licht gehalten, erscheinen die dünneren Stellen des Wasserzeichens auf der linken Seite heller. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist das Hologramm auf der rechten Geldscheinseite: Bei 100-Euro-Scheinen erscheint beim Kippen des Scheins wechselweise die Wertzahl und das Architekturmotiv. Außerdem verändert sich der Sicherheitsstreifen auf der Rückseite mit der Wertzahl beim Kippen echter Scheine die Farbe.

Quelle: n-tv.de

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