Ratgeber
Montag, 21. März 2011

"Gut zu sein wird zum Risiko": Burnout trifft die Leistungsträger

Mit dem Druck im Berufsleben nehmen auch die psychischen Erkrankungen seit Jahren zu. Endstation ist immer öfter der Burnout, also die totale Erschöpfung. Sie trifft am ehesten jene, die den Leistungsansprüchen am besten gerecht werden.

Die Besten brennen aus.
Die Besten brennen aus.

Burnout wird von der Managerkrankheit zum Massenphänomen. Während die Ansprüche an Arbeitnehmer wachsen, sind vor allem die besonders Leistungsfähigen von der totalen Erschöpfung betroffen. "Gut zu sein wird gewissermaßen zum Risiko", sagt der Wolfgang Senf von der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie. "Wenn Sie Ihre Arbeit gut machen, bekommen Sie einfach noch ein Projekt dazu", so der Mediziner. 

Zu den Auslösern von chronischem Stress gehören laut Senf rin hohes Arbeitsvolumen, Zeitdruck, geringe Gestaltungsspielräume und paralleles Arbeiten an mehreren Aufgaben. Auch ständige Erreichbarkeit führe dazu, dass Menschen nicht mehr "abschalten" können. "Wenn Arbeitszeit und Freizeit verwischen, fehlen wichtige Erholungsphasen." Zur totalen Erschöpfung komme es schließlich, wenn Menschen ihren arbeitsbedingten Ressourcen- und Energieverbrauch nicht mehr auffüllen können.

Psychische Erkrankungen haben im vergangenen Jahr rund zwölf Prozent der Krankheitstage ausgemacht – eine erneute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Senf fordert Vorbeugung in den Unternehmen. Zur Stressvermeidung seien vor allem gute Führungsqualitäten der Vorgesetzten wichtig und die Möglichkeit, auf Termine und Arbeitsvolumen Einfluss zu nehmen.

Quelle: n-tv.de

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