Ratgeber

Räucherlachs oder Silvesterkarpfen blau? Diese Fische sind zum Fest tabu

Die Entscheidung, welcher Fisch auf den Tisch kommt, sollten Verbraucher nur noch mit Einkaufsratgebern von Organisationen wie Greenpeace oder WWF treffen: Von vielen der rund 80 Arten, die angeboten werden, raten Umweltschützer inzwischen ab, weil die Bestände überfischt sind oder weil der Fang andere schädliche Folgen für die Umwelt birgt.

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Verbraucher sollten beim Einkauf für die Festtage genau hinschauen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Umweltbewusste Verbraucher können alle nachhaltig gefangenen oder in Öko-Aquakulturen gezüchteten Fische kaufen. Sie sind an verschiedenen Gütesiegeln zu erk ennen: Das MSC-Siegel zeigt einen weißen Fisch auf blauem Grund mit dem Schriftzug "Marine Stewardship Council" oder das rotumrandete Zeichen "Friends of the Sea" mit einem symbolischen Segelschiff auf blauem Grund.

Ohne Bedenken und ohne Siegel sind Karpfen und Afrikanischer Wels zu essen. Bei allen anderen Arten muss auf das Fanggebiet geachtet werden, aus dem der Fisch stammt.

Bei welchen Arten sollten Verbraucher vorsichtig sein?

Bereits bei Sardinen oder dem beliebten Hering heißt es inzwischen: genau hinschauen. Fänge aus dem Nordatlantik sollten nicht verzehrt werden. Dies gilt auch für atlantischen Kabeljau.

Pangasius ist nur empfehlenswert, wenn er aus Vietnam kommt oder in geschlossenen Teichanlagen gezüchtet wurde. Dies gilt auch für Tilapia aus Honduras. Und Doraden sollten nur aus den Ursprungsländern Griechenland, Kroatien, Spanien sowie der Türkei auf den Tisch, oder wenn sie von "Naturland" zertifiziert sind.

Worauf sollten Verbraucher an der Fischtheke verzichten?

Ganz gemieden werden sollten etwa Aal, Makrelen, Rotbarsch, Seehecht, der exklusive Seeteufel oder die aus Dornhai gefertigten "Schillerlocken". Verzichtet werden sollte zudem auf Atlantischen Lachs, es sei denn, er kommt aus Schottland oder aus ökologischen Aquakulturen. Dies gilt auch für Räucherlachs. Unbedenklicher ist dagegen Lachs aus dem Nordpazifik.

Tabu sind zudem Atlantischer Seelachs (Köhler), Seezungen, aber auch Schnapper, Schwertfisch, Marlin und alle Thunfischarten außer Bonito und Weißer Thunfisch. Kaltwassergarnelen und Kaisergranat sollten nur aus dem Nordostatlantik stammen und tropische Shrimps etwa aus Indien, Bangladesch oder Vietnam.

Wo kann unbedenklich Fisch gekauft werden?

Die Empfehlungen der Umweltorganisationen weichen teils voneinander ab. Bioläden sind deshalb meist eine gute Wahl, denn sie bieten nur Fisch an, dessen Kauf vertretbar ist. Für Zuchtfisch, also Fisch aus Aquakulturen, gelten Ökosiegel wie "Bioland" und "Naturland" als verlässlich.

Quelle: ntv.de, AFP

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