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Geschmack gefragt Diese Olivenöle schmecken

Olivenöl ist gesund und schmackhaft. Foto: dpa-infocom

Olivenöl ist gesund und schmackhaft - eigentlich.

Mediterraner Lebensstil ist gefragt. Ganzjährig. Und soll auch durch den Magen gehen. Gerne auch in Form von Olivenöl. Doch längst nicht alle Produkte sind ein wahrer Schmaus, wie eine Verkostung zutage bringt.

Das Klischee ist ja auch zu schön. In wildromantischen Landschaften stehen inmitten flirrender Hitze knorrige Olivenbäume, an denen das grüne Gold reift. Um später, im Herbst und Winter, von fleißigen Bauern im Familienkollektiv geerntet zu werden. Wenn das fertige Öl dann in Supermarktregalen in klimatisch weit unwirtlichen Gegenden Europas zum Kauf angeboten wird, greifen deutsche Verbraucher gerne zu. So liegt der Pro-Kopf-und-Jahr-Verbrauch in Deutschland bei rund einem Liter. Olivenöl steht für Gesundheit, Genuss und südländische Lebensart.

Fast 500 Millionen Olivenbäume stehen auf dem Boden der Europäischen Union - hauptsächlich rund um das Mittelmeer. Am meisten Öl stellen aus diesen Beständen die Spanier mit einem Anteil von gut 40 Prozent her, gefolgt von Italien (25 Prozent) und Griechenland (18 Prozent). Aber nur wenn das Anbaugebiet der Oliven und der Ort der Verarbeitung klar angegeben sind, können Verbraucher sicher sein, keine willkürlich zusammengerührte Mischung verschiedener Öle in der Hand zu haben.

Wer viel verbraucht, greift zum Kanister

Zudem schmecken längst nicht alle Produkte des öligen Lebensmittels, wie eine Verkostung von 9 Olivenölen durch das Verbraucherportal "vergleich.org" ergeben hat. Worauf es beim Geschmack ankommt, erklären die Tester: Positiv zu bewerten sind demnach ein frischer, fruchtiger Geruch und ein ausdrucksstarker Geschmack. Auch scharfe, leicht bittere, grasige, erdige oder nussige Noten sind erwünscht. Negativ ist ein muffiger, saurer oder stark bitterer Geruch bzw. Geschmack. Auch ein neutraler, charakterloser Geschmack ist unerwünscht. Andere Kriterien wie das Vorkommen etwaiger Schadstoffe, Deklarations- oder sonstiger Produktmängel flossen nicht in die Bewertung ein.

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Foto: Vergleich.org

"Obwohl alle getesteten Öle der Güteklasse "Nativ Extra" zugeordnet sind, punkten die teureren Produkte mit besserem Aroma", bilanzieren die Tester. Der Testsieger "Reserva Familiar Picual” von Castillo de Canena für 3,18 Euro pro 100 ml, tat sich laut Vergleich.org mit "mittel-fruchtigem Aroma und dezenter Schärfe, sowie einem angenehmen Geruch nach Gräsern mit leichter Bitternote" hervor.

Supermarkt-Öle überzeugen laut der Untersuchung nicht: Produkte bekannter Marken wie das Rapunzel "Kreta Natives Olivenöl Extra" (2,49 Euro/100 ml, Note 2,7) oder das Bertolli "Olivenöl extra Vergine di Oliva Gentile" (2,23 Euro/100 ml, Note 3,0) schnitten nur mit Note "befriedigend" ab. Letzteres fiel den Testern unangenehm durch einen "stark bitterer Geschmack und muffigen Geruch" auf. Bei ersterem wurde "wenig Aroma und eine recht starke Bitternote" bemängelt.  Schlechter als "befriedigend" im Geschmack wurde allerdings kein Öl bewertet.

Wer viel verbraucht, kann aber bei für gut befundenen Produkten sparen:  Alle drei Produkte im 5-Liter-Kanister konnten überzeugen (Gesamtnote je 1,7) und kosten dabei nur circa 8 Euro pro Liter. Darunter auch das “Agia Triada Natives Olivenöl Extra”, welches Preis-Leistungs-Sieger wurde. Ebenfalls empfehlenswert sind demnach aber auch das "Kreta Öl Natives Olivenöl Extra" und das "Terra Creta Natives Olivenöl Extra". Blechkanister lassen kein UV-Licht an das Öl. Das ist von Vorteil, die großen Durchflussmengen sind im Alltag aber etwas unpraktisch, konstatieren die Tester. 

Quelle: n-tv.de, awi

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