Ratgeber

Weil selbstgemacht am besten ist Eismaschinen für jeden Geldbeutel

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Wer sein Eis selbst macht, kann nach Belieben mit Zutaten experimentieren.

(Foto: imago stock&people)

Für eine Packung Ben&Jerry's oder Häagen Dasz geben Naschkatzen locker fünf Euro oder mehr aus. Wäre es nicht verlockend, sich sahnige Eiskreationen oder Sorbets einfach selbst herzustellen? Mit Eismaschinen geht das.

Erdnuss mit Salz-Karamell, Schoko-Rum-Rosine oder ein fruchtiges Erdbeer-Sorbet – für  solche Eiskreationen kann man sich an Sommertagen an angesagten Eisdielen die Beine in den Bauch stehen. Man kann sie aber auch selber machen, ganz nach eigenem Geschmack und ohne ungewollte Zusatzstoffe. Alles, was man braucht, ist eine Eismaschine. Denn auch wenn es naheliegend scheint: Es reicht nicht, einfach die Zutaten zusammenzuschütten und ins Gefrierfach zu stellen. Damit Speiseeis die richtige Konsistenz bekommt, muss es ständig gerührt werden. Günstige Eismaschinen gibt es für weniger als 50 Euro. Ambitionierte Schleckermäuler können aber auch das Vier- oder Fünffache ausgeben. Die Preis-Experten von Guenstiger.de verraten, welche Modelle auf ihrer Seite derzeit besonders gefragt sind.

Eisgenuss ab 35 Euro

Die Krups G-VS2-41 Venise sieht ziemlich kompakt aus, kann aber eine ganze Menge Eis herstellen. Der Gefrierbehälter reicht für bis zu 1,6 Liter. Zwischen den beiden Wänden der Schüssel befindet sich Kühlflüssigkeit. Vor der Eisbereitung muss sie über Nacht im Gefrierfach herunterkühlen. Auch die anderen günstigeren Modelle funktionieren nach diesem Prinzip.

Zutaten lassen sich bei der G-VS2-41 bei laufendem Rühren über eine Öffnung im Deckel nachfüllen.  Wenn das Eis fertig ist, schaltet sich die Maschine automatisch aus und piept. Sie lässt sich über eine Zeitschaltuhr programmieren.  Um die Pflege möglichst simpel zu gestalten sind einzelne Teile des Apparats spülmaschinenfest. Über zwei Griffe kann das Gerät zudem einfach getragen werden. Aktuell ist die Krups-Maschine für 62 Euro zu haben. 

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So formschön sind die Ergebnisse bei der Clatronic leider nicht.

(Foto: imago stock&people)

Softeis-Fans könnten mit der Clatronic ICM 3594 glücklich werden. Neben Softeis lassen sich im 1-Liter-Behälter auch Eiscreme, Frozen Joghurt und Sorbet anrühren. Dafür gibt es auch hier eine Nachfüllöffnung im Deckel. Die Rezensionen bei Amazon sind allerdings gespalten. Gerade mit der Softeis-Konsistenz sind nicht alle glücklich. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das Gerät für 35 Euro bestellen.  

44 Euro werden derzeit für die Steba IC 20 aufgerufen. Die Maschine zaubert im 1,5 Liter-Behälter cremige Eiskreationen. Dafür füllt man die vorgekühlte Eismasse ein, während das Gerät rührt. Der Timer lässt sich auf bis zu 30 Minuten programmieren. Für eine festere Konsistenz stellt man das Eis danach noch eine Weile ins Gefrierfach. Zur Aufbewahrung gibt es noch einen Frischedeckel dazu. Die Einzelteile des Modells sind spülmaschinengeeignet, die Reinigung ist also einfach.

Die Mittelklasse bis zu 200 Euro

Behälter vorkühlen ist bei der Snowberry & Choc von Klarstein nicht nötig. Die Maschine verfügt über einen Kompressor, die Eismasse wird also mit Strom gekühlt. Die Technik hat ihren Preis, in diesem Fall sind es mindestens 149 Euro. Dafür bekommt man ein Gerät in schicker Edelstahl-Optik, das Testern zufolge sehr cremiges Eis liefert. Bis zu 1,2 Liter sind in 30 bis 40 Minuten fertig, die Zutaten müssen vorher nicht extra heruntergekühlt werden. Hat die Maschine ihre Arbeit begonnen hat, kann man über die transparente Klappe weitere Zutaten hinzufügen. Die Betriebszeit wird per LED-Anzeige eingeblendet, das fertige Eis wird noch bis zu eine  Stunde kühle gehalten. Tester loben vor  allem die einfache und schnelle Bedienung der Klarstein-Maschine.

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Die teureren Maschinen haben einen Kompressor, man muss also nicht vorkühlen.

Auch die Unold 48806 Eismaschine Cortina kommt bei Käufern gut weg. Sie glänzt ebenfalls im Edelstahldesign und fasst 1,5 Liter, also etwas mehr als das Klarstein-Modell. Mit dem robusten 150 Watt-Motor lassen sich auch größere Mengen Eis im Dauerbetrieb herstellen. Der digitale Timer ist zwischen 10 und 60 Minuten einstellbar – je nachdem ob Softeis oder festeres Eis gewünscht ist. Für 189 Euro kommen Eis-Fans hier voll auf ihre Kosten, die Rezensenten bei Amazon vergeben jedenfalls fast durch weg Bestnoten.

Viel Eis für gar nicht mal so viel Geld liefert die ICE-30BCE der US-Firma Cuisinart für 99 Euro. Für den Preis ist kein Kompressor drin, die Rührschüssel muss also vorher gekühlt werden. Immerhin ist der Behälter, der 1,5 Liter Eisrohmasse fasst, relativ kompakt. Eine Besonderheit sind die Mischblätter, die Kälte besonders gut aufnehmen sollen. 25 Minuten reichen laut Hersteller, um die Zutaten in Eiscreme oder Sorbet zu verwandeln. Anders als üblich dreht sich hier nicht der Mixer, sondern die Schüssel – das allerdings ziemlich laut, was viele Tester bemängeln.

Deluxe-Eismaschinen mit starker Motor-Leistung

Die Unold 48845 führt die Profi-Liga an, zumindest was die Beliebtheit bei den Käufern angeht. Sie stellt bis zu zwei Liter Eiscreme auf einen Schlag her, ist aber auch ziemlich sperrig. Der Kompressor mit kontinuierlicher Kälteerzeugung kühlt auf bis zu minus 35 Grad Celsius herunter. Vorgefrieren gehört damit der Vergangenheit an. Die Zutaten kommen über die Deckelöffnung in das Gerät, wo sie anschließend von einem 180-Watt-Motor verarbeitet werden. Innerhalb von 25 bis 30 Minuten erhält man somit cremiges Eis von  "überzeugender Konsistenz", wie Tester loben. Preislich liegt das Modell mit dem schicken Edelstahlgehäuse aktuell bei 250 Euro.

30 bis 40 Minuten braucht die Vanilla Sky von Klarstein, um cremig-lockeres Eis herzustellen. Der Eisbehälter bietet ein Volumen von zwei Litern und die Bedienung erfolgt ganz unkompliziert über vier Tasten und ein Display an der Oberseite des Modells. Um Zutaten hinzuzufügen, muss man den Deckel komplett abnehmen.  Sollte das Gerät durch festgefrorene Zutaten blockiert werden, stellt es sich automatisch aus. Ein Kühlhalte-Modus sorgt dafür, dass das fertige Eis nicht schmilzt. Auffällig ist das markante Edelstahlgehäuse, anders als die meisten Konkurrenten ist die Vanilla Sky eher hoch als breit. Preislich liegt sie derzeit gleichauf mit der Unold, nämlich bei 250 Euro.

Zuletzt noch ein Tipp für Ambitionierte, die Eis am liebsten in Serie produzieren wollen: Die Smart Ice Cream Advanced Automatic von Gastroback liefert Eiscreme, Sorbet oder Frozen Joghurt in gerade mal 20 Minuten. Tester loben vor allem die leichte Bedienung:  Insgesamt stehen zwölf Programme zur Eishärteeinstellung zur Auswahl, Zutaten kann man über den Deckel nachfüllen. Die Programmsteuerung kann sowohl automatisch als auch manuell erfolgen. Nach der Fertigstellung wird das Eis noch bis zu drei Stunden von der Maschine gekühlt. Der eloxierte Eisbehälter bietet Platz für einen Liter Eiscreme und kann zur Reinigung einfach herausgenommen werden. Ganz billig ist das komfortable Modell allerdings nicht. 399 Euro rufen die günstigsten Händler auf.

Quelle: ntv.de, ino