Ratgeber

Mit dem Auto zur Schule Eltern bleiben auf Kosten sitzen

26313259.jpg

Auch wenn kein Bus geht, können die Eltern die Schulwegs-Kosten nicht von der Steuer absetzen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wer seine Kinder mit dem Auto zur Schule bringt, kann die Kosten nicht von der Steuer absetzen. Das hat das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz entschieden. Die Fahrtaufwendungen gelten demnach weder als außergewöhnliche Belastungen noch als Werbungskosten (Az.: 2 K 1885/10).

Geklagt hatte ein Vater, der aus beruflichen Gründen außerhalb des Nahverkehrsnetzes wohnte. Er brachte seine Kinder täglich mit dem Auto zur Schule, wobei jeden Tag vier Fahrten anfielen. In seiner Einkommensteuererklärung setzte er jeweils nicht den kompletten Schulweg an, sondern die Strecke zur nächsten Bushaltestelle. 1560 Euro machte der Mann für das Jahr 2007 geltend – doch das Finanzamt wollte den Betrag weder als außergewöhnliche Belastungen noch als Werbungskosten akzeptieren. Die Kosten seien bereits durch das Kindergeld abgegolten und gehörten darüber hinaus zur privaten Lebensführung.

Das sah auch das Finanzgericht so. Die Fahrtkosten seien Ausgaben für den Unterhalt von Familienangehörigen, stellten die Richter fest. Das auslösende Moment für die Aufwendungen sei nicht der Erwerbsspähre zuzuordnen. Deshalb könnten die Kosten auch nicht als beruflich bedingte Werbungskosten gesehen werden. Auch als außergewöhnliche Belastungen würden die Kosten nicht anerkannt, weil sie in Art und Höhe nicht außerhalb des Üblichen lägen. Kosten für die Schulausbildung gehörten zu den Aufwendungen für den gewöhnlichen Lebensunterhalt.

Quelle: ntv.de, ino