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Fahrradtransport und neue Strecken Fernbus-Anbieter wollen attraktiver werden

Fernbusse sind die ideale Lösung für Reisende mit viel Zeit und wenig Geld und der Markt boomt. Derzeit ist MeinFernbus der größte Anbieter, doch die Konkurrenz will mit neuen Angeboten nachziehen.

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Laut einer Umfrage wünschen sich Fernbus-Nutzer meist besser ausgestattete Haltestellen.

(Foto: dpa)

Im hart umkämpften Fernbusmarkt versuchen die Unternehmen mit immer neuen Angeboten, Kunden zu gewinnen. So bieten die Fernbusse der Deutschen Bahn ab sofort auch die Fahrradmitnahme an. 100 Busse seien m it Radträgern ausgestattet worden, sie könnten jeweils drei Räder transportieren, teilt das Unternehmen Berlinlinienbus mit. Die Mitnahme kostet zehn Euro und muss spätestens vier Tage vor der Abfahrt online, im Reisebüro oder telefonisch unter 030-3384480 gebucht werden. E-Bikes, Pedelecs oder Tandems können allerdings nicht befördert werden. Beim Marktführer MeinFernbus ist Fahrradbeförderung schon länger möglich, pro Bus können bis zu fünf Räder mitgenommen werden.

Der Autoclub ADAC und die Deutsche Post setzen derweil auf neue Stecken: Die Postbus-Anbieter wollen ihr Fernbusnetz verdoppeln und fahren ab Mitte August 30 weitere Städte an. Mit Straßburg und Zürich sind erstmals auch zwei Städte im Ausland dabei. Auf bestimmten Strecken soll sich zudem durch Expressverbindungen die Reisezeit verkürzen. Insgesamt verbinden die Postbusse damit 60 Städte auf 15 Linien miteinander. Zur Einführung des neuen Fahrplans gibt es bis Ende Juli 30 Prozent Rabatt auf Tickets zu einem der neuen Ziele.

Mit den neuen Strecken ändern sich auch Abfahrts- und Ankunftszeiten. Sie seien "besser auf das Reiseverhalten der Fahrgäste abgestimmt", sagt Postbus-Geschäftsführer Joachim Wessels. Die Busse sollen häufiger am Donnerstag, Freitag, und an Wochenenden und seltener von Montag bis Mittwoch unterwegs sein.

Neun Millionen Fernbusnutzer

Kunden schätzen Fernbusse als günstige Alternative, vor allem zur Bahn, aber auch zum eigenen Auto oder zum Flieger. Im vergangenen Jahr waren Schätzungen zufolge rund neun Millionen Reisende im Fernbus unterwegs. Aber die Konkurrenz ist groß, seit der Öffnung des Fernbusmarktes Anfang 2013 steigt die Zahl der Anbieter immer noch an. Mittlerweile sind 40 Unternehmen aktiv, die aktuell knapp 170 Linien anbieten. Nachdem lange nicht klar war, ob ein gemeinsames Konzept zustande kommt, brachten Post und ADAC im November gemeinsam die ersten Fernbusse auf die Straße. Laut einer Marktstudie des Forschungs- und Beratungsinstituts IGES rangierte der Postbus zuletzt aber nur auf Platz vier. Größter Anbieter ist demnach MeinFernbus gefolgt vom Angebot der  Deutschen Bahn (BerlinLinienBus) und dem Unternehmen Flixbus.  

Quelle: n-tv.de, ino/AFP/rts

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