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Vorausgefüllte Inhalte kommen Finanzamt macht die Steuerklärung

Das Finanzamt möchte das Ausfüllen der elektronischen Steuererklärung erleichtern. Zu diesem Zweck werden viele Daten in der Erklärung voreingetragen - auch Lohnsteuerdaten oder Vorsorgeaufwendungen. Doch wer Steuern sparen möchte, muss nachbessern.

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Es wird einfacher, bleibt aber kompliziert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Finanzverwaltung wird Anfang 2014 die Möglichkeit eröffnen, zur Erleichterung der Erstellung der Einkommensteuererklärungen eine Vielzahl der zu einem Steuerpflichtigen bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten einsehen und abrufen zu können.  Dass heißt, Basisinformationen wie Name und Geburtsdatum, Adresse und Religionsangehörigkeit werden direkt durch die Finanzverwaltung in die Steuererklärung eingetragen.

Auch Daten, die Arbeitgeber, Ämter, Banken oder Versicherungen elektronisch an die Finanzverwaltung schicken, fließen direkt ein. Dazu gehören Lohnsteuerdaten, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung oder Vorsorgeaufwendungen fürs Alter.

Einen Anspruch auf Vollständigkeit der Daten kann indes nicht erhoben werden. Uns so müssen diverse Positionen wie Spenden oder Handwerkerkosten per Hand nachgetragen werden. Darüber hinaus sollten die automatisch eingetragenen Daten selbstverständlich auf Ihre Richtigkeit überprüft werden.

Unter dem Stichwort "vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt)" werden insbesondere solche Daten zum Abruf bereitgestellt, die von Dritten an die Finanzverwaltung übermittelt worden sind. Der Umfang der bereitgestellten Daten soll sukzessive erweitert werden.

Um die eigenen bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten abrufen zu können, muss sich der Steuerpflichtige im ElsterOnlinePortal anmelden und authentifizieren. Darüber hinaus können auch Dritte (Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein) bevollmächtigt werden. Dabei ist dem Datenschutz und dem Steuergeheimnis Rechnung zu tragen. Einzelheiten zur Freischaltung dritter Personen zum Abruf der VaSt werden auf www.elster.de veröffentlicht.

Belege wie Quittungen oder Kontoauszüge müssen auch weiterhin per Post an das Finanzamt verschickt werden.

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Quelle: n-tv.de, awi

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