Ratgeber

Neue Optik fürs alte Bad Fliesen günstig renovieren

Der schlimmste Nachteil eines hässlichen Badezimmers? Es bleibt auch noch lange hässlich. Ene neue, teure Einrichtung leistet man sich schließlich nur selten. Die Fliesen lassen sich aber auch umgestalten, anstreichen oder mit neuen Fliesen überdecken.

Alte Fliesen lassen sich schon mit einfachen Mitteln verschönern: Sticker zum Beispiel können Farbe ins Bad bringen. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

Aufkleber im Bad sind auch nicht jedermanns Sache. Aber immerhin sind sie leicht wieder zu entfernen.

Moosgrün, Bahamabeige oder Currygelb: In den 60er und 70er Jahren sah so ein modernes Bad aus. Heute wirkt das angestaubt. Uni-Weiß und steril wirkt aber auch manch einem zu langweilig. Was also tun, um das Bad nach eigenem Geschmack zu gestalten? Fliesen abschlagen macht Dreck und Lärm und kostet eine Menge Geld. Die günstige und schnelle Alternative ist eine Badrenovierung auf den vorhandenen Fliesen. Hier kann man einiges anstellen: beschichten, verputzen oder neu verfliesen.

Wer es mag, kann mit farbenfrohen Stickern Akzente setzen. Der Vorteil: Sie sind leicht entfernbar und müssen nicht vom Vermieter genehmigt werden. Allerdings halten sie auch nicht lange. Im Spritzwasserbereich lösen sich irgendwann die Ränder und einer gründlichen Reinigung halten die Bilder nicht stand. Vor dem Bekleben muss die Platte mit Spiritus gründlich gesäubert werden. Außerdem muss man beim Aufbringen darauf achten, dass sich keine Luftblasen bilden.

Abdecken per Folie

Für größere Flächen gibt es Folien, die die Fliesen ganz abdecken. Manche dieser Produkte werden allerdings ähnlich wie eine Tapete fest fixiert, so dass sich der Urzustand nicht mehr herstellen lässt. Hier muss daher vor der Renovierung der Wohnungseigentümer seine Zustimmung geben - wie auch bei vielen anderen Renovierungsmaßnahmen.
Eine ebenso dauerhafte Lösung ist die Beschichtung der Fliesen mit Lack. "Sie hält zwar nicht 20 Jahre wie eine neue Verfliesung, aber 5 bis 7 Jahre hat man auf alle Fälle Ruhe", sagt Lorenz Vogt vom Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie.

Vorsichtig muss man bei Silikonfugen sein, denn Silikon und Lack mögen sich nicht. "Silikonfugen, beispielsweise am Anschluss der Badewanne, müssen penibel abgeklebt werden. Oder das Silikon wird ganz entfernt", empfiehlt Vogt. Vor dem Lackieren müssen die Fliesen dann sorgfältig von Fett- und Kalkrückständen gereinigt werden. Sonst wird die Haftung beeinträchtigt. Danach bringt man den Lack exakt nach Herstellerangaben mit einem Pinsel oder einer Rolle auf. Rund fünf Tage dauert es nach Angaben der meisten Hersteller, bis der Lack gehärtet ist. "Dann kann mit Hilfe von selbstklebenden Fugenbändern das alte Fugenbild nachgezeichnet werden", sagt Mareike Hermann von der DIY-Academy.

Varianten für Könner

Eine dritte Möglichkeit ist das Verputzen der alten Fliesen - eine aufwendigere Variante. "Dafür verschwindet die Fliesenoptik komplett und das Bad erhält eine sehr wohnliche Atmosphäre", sagt Hermann. Nach der Reinigung der Wand werden die Fugen und tiefe Löcher gefüllt, dann Haftgrund auf die gesamte Fläche aufgetragen. Darauf folgt der nach Geschmack getönte Putz. Ebenso arbeitsintensiv ist das Überfliesen der alten Fliesen. Daran sollten sich nur geübte Heimwerker wagen, empfiehlt Hermann.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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