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Vorsicht, Steuerfalle Gemeinschaftskonto birgt Risiken

Auf dem P-Konto erhält der verschuldete Kontoinhaber Pfändungsschutz bis zu einem Grundfreibetrag von 1028,89 Euro im Monat. (Bild: dpa-infocom)

Für Ehegatten und unverheiratete Paare ist ein Gemeinschaftskonto zwar praktisch, doch nicht immer von Vorteil.

Wenn unter Ehepaaren große Geldgeschenke gemacht werden, greift die Steuer gern zu. Ein gemeinsames Konto ist keine Lösung, das zu umgehen. Auch, wer das gar nicht vorhatte, muss aufpassen, dass das Gemeinschaftskonto nicht zur Steuerfalle wird.

Ein Gemeinschaftskonto kann für Ehepaare zur Steuerfalle werden. Sehr hohe Einzahlungen und Überweisungen eines Partners auf das sogenannte Oder-Konto können als Schenkung an den anderen gewertet und deshalb steuerpflichtig werden. Darauf weist das Deutsche Forum für Erbrecht hin und beruft sich auf eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes (Aktenzeichen: II R 33/30).

Im vorliegenden Fall zahlte ein Ehemann binnen drei Jahren rund 2,8 Millionen Euro auf das gemeinsame Konto ein. Das Finanzamt bewertete die Summe zur Hälfte als Schenkungen und setzte eine Schenkungssteuer von mehr als 200.000 Euro für die Frau fest.

Die Erbrechtler raten grundsätzlich zu getrennten Konten mit wechselseitigen Vollmachten. Bei einem Gemeinschaftskonto sei es sinnvoll, vorher schriftlich festzulegen, dass der Partner, der nicht einzahle, das Geld nicht zur Bildung eines eigenen Vermögens nutzen dürfe.

Quelle: n-tv.de, dpa

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