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Blockheizkraftwerke für jedermann Gibt es bald wieder Geld?

Blockheizkraftwerke sind eine gute Sache, nur leider nicht ganz billig. Um Hausbesitzern die Entscheidung zu erleichtern, legte die Bundesregierung 2008 ein entsprechendes Förderprogramm auf - um es wenig später wegen Geldmangels wieder einzufrieren. Jetzt könnte es eine Neuauflage geben.

Ein Blockheizkraftwerk kann auch in kleine Keller passen. (Bild: Vaillant/dpa/tmn)

Ein Blockheizkraftwerk kann auch in kleine Keller passen.

2008 startete das Förderprogramm für kleine Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Es war so erfolgreich, dass es schon zwei Jahre später wieder gestoppt wurde. Die Haushaltsmittel des Bundesumweltministeriums reichten nicht mehr. Jetzt können sich Hausbesitzer wieder Hoffnung machen: "Es ist vorgesehen, die Aussetzung der Förderung von Mini-KWK-Anlagen im Haushaltsjahr 2012 zu beenden", heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen, aus der die Süddeutsche Zeitung zitiert.

Das entsprechende Förderprogramm umfasste 2009 knapp 33 Millionen Euro, bevor es überraschend eingefroren wurde. Und das sogar rückwirkend zum 1. August 2009, so dass auch bereits eingegangene Anträge nicht mehr genehmigt wurden. Es hätten sich schließlich trotz der relativ kurzen Laufzeit "zukunftsorientierte Märkte gebildet und innovative Technologien durchsetzen können", so die Argumentation der Bundesregierung.

Bedingungen noch unklar

Ein schwacher Trost für Hausbesitzer, die seitdem ohne den Zuschuss auskommen müssen. Die Kosten für Blockheizkraftwerke sinken zwar mit zunehmender Verbreitung, mindestens 10.000 Euro muss man für ein kleines Modul aber immer noch rechnen, zuzüglich Einbaukosten. Noch vor wenigen Jahren waren die Mini-Kraftwerke allenfalls für Mehrfamilienhäuser oder öffentliche Einrichtungen interessant. Inzwischen finden die Anlagen in jedem Keller Platz. Sie erzeugen dann gleichermaßen Strom und Wärme, wobei sie als besonders effizient gelten.

Wie genau die Bedingungen für die Förderung sind, sei noch offen, so die Bundesregierung in ihrem Schreiben. Im Etat des Energie- und Klimafonds, aus dem die Gelder gezahlt werden sollen, sind derzeit für das kommende Jahr 20 Millionen Euro veranschlagt. Die Grünen, im Grunde Befürworter einer solchen Förderung, beklagen einen "Zick-Zack-Kurs" der Bundesregierung. "Dieses ständige Hin und Her schadet nicht nur dem Klima, sondern vor allem die Innovationskraft vieler mittelständischer Unternehmen", sagte Grünen-Energiepolitiker Oliver Krischer der "Süddeutschen".

Quelle: n-tv.de, ino

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