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Ausweg aus der Zinsfalle? Gute Rendite bei Genossenschaften

Wer sein Geld in Form einer Beteiligung bei einer Genossenschaft anlegt, fährt damit laut "Ökotest" in der Regel gut. Verbraucher sollten dennoch immer das Gesamtangebot prüfen, um sich vor Verlusten zu schützen.

Gute Rendite: Nicht selten zahlen sich Genossenschaftsbeteiligungen aus. Foto: Mascha Brichta

Gute Rendite: Nicht selten zahlen sich Genossenschaftsbeteiligungen aus.

(Foto: dpa)

Genossenschaftsbeteiligungen können für Anleger ein Renditebringer sein. Einer Untersuchung der Zeitschrift "Ökotest" zufolge (Heft 10/2013) zahlen Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtu ng bei einer Beteiligung bis zu 3,49 Prozent Dividende aus. Bei Genossenschaftsbanken können Anleger sogar noch mehr Rendite erzielen. Denn bei immer mehr genossenschaftlich organisierten Geldinstituten hängt die Ausschüttung davon ab, wie viele Geschäfte ein Genossenschafter bei seiner Bank macht. Hier sind im Schnitt sogar 5,35 Prozent drin. Zwar handelt es sich hier um unternehmerische Beteiligungen, doch sie versprechen gute und stabile Renditen. Das Verlustrisiko ist bei sorgfältiger Auswahl zudem vergleichsweise gering.

Die vorwiegend auf ihren Heimatmarkt konzentrierten rund 1100 deutschen Genossenschaftsbanken sind zum Beispiel von den Krisen am Finanzmarkt weitgehend verschont geblieben. Dafür sorgt bereits die Beschränkung auf das klassische, regionale Spar- und Kreditgeschäft. Dass eine Bank Pleite geht, kommt so gut wie nie vor. Dazu trägt aber auch das Prinzip der Verbundhaftung bei. Genossenschaftsbanken sind im Verband der Volks- und Raiffeisenbanken zusammengeschlossen. Hier bürgt jedes Institut für das andere und fängt strauchelnde Institute im Notfall wieder auf.

Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtung dagegen sind zwar in erster Linie Wohnungsunternehmen. Rund 48 der bundesweit etwa 2000 Wohnungsgenossenschaften besitzen jedoch zusätzlich eine eingeschränkte Bankerlaubnis. Die ermöglicht es ihnen, neben Wohnungen auch Spareinlagen anzubieten. Durch diese Zusatzfunktion fallen sie unter das Gesetz über das Kreditwesen und unterstehen der Bankenaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin).

Verbraucher sollten vor einer Beteiligung immer das Gesamtangebot prüfen. Wichtig sind vor allem die Länge der Kündigungsfrist und der Umfang der Verlustbeteiligung. Verbraucher sollten sich den Experten zufolge nur an Genossenschaften mit einer Bankerlaubnis beteiligen. Hier sei das Verlustrisiko gering.

Allerdings ist es bei den meisten Genossenschaften Voraussetzung Kunde oder Mitglied zu sein, um überhaupt Beteiligungen erwerben zu können.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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