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Neues Gesetz tritt in Kraft Händler muss Elektroschrott annehmen

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Bislang müssen Händler Elektroschrott nur freiwillig annehmen.

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Wohin mit dem alten Toaster? Ab 24. Oktober müssen Händler alte Elekrogeräte zurücknehmen. Zumindest unter bestimmten Umständen, sagt das Elektrogerätegesetz.

Große Elektronikgeschäfte müssen ausgediente Elektrogeräte ab dem 24. Oktober in vielen Fällen zurücknehmen: Ab dann gilt das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Deutschland. Damit sorge die Bundesregierung dafür, dass "in Zukunft noch weniger alte Elektro- und Elektronikgeräte im Restmüll landen als bisher", erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Händlern bleiben nach dem Inkrafttreten des Gesetztes noch neun Monate Zeit, die Rücknahme zu organisieren.

Die neuen Regeln sehen vor, dass Händler ab einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern kleine Elektrogeräte wie etwa einen Haartrockner oder einen Toaster zurücknehmen müssen. Eine Rücknahmepflicht für größere Geräte soll es nur dann geben, wenn Kunden ein gleichwertiges Neugerät kaufen. Die Regelungen sollen auch für Online-Händler gelten, die eine entsprechend große Versand- oder Lagerfläche haben. Bislang nehmen Händler Altgeräte nur freiwillig zurück. Die Stiftung Elektrogeräte wird nach Angaben des Umweltministeriums eine Liste "aller Rücknahmestellen in Deutschland" veröffentlichen.

Die Bundesregierung will mit dem Gesetz zudem den illegalen Transfer von Altgeräten in ärmere Länder unterbinden, wo die Geräte oftmals ausgeschlachtet und nicht richtig entsorgt werden. Exporteure müssen ab Samstag anhand "strenger Kriterien" belegen, dass zu exportierende Geräte "kein Abfall" sind, teilte das Bundesumweltministerium mit.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

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