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Wie weit darf die Kita entfernt sein? Halbe Stunde Anfahrt ist zumutbar

Städte müssen Eltern einen Kita-Platz zur Verfügung stellen. Aber was, wenn der zugeteilte Betreuungsplatz in einer ganz anderen Gegend liegt? Das hatte jetzt das Verwaltungsgericht München zu entscheiden. Das Urteil dürfte Eltern nicht gefallen.

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Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wären die Eltern rund 30 Minuten zur Kita unterwegs.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine halbe Stunde Fahrtweg zur Kita ist für Eltern zumutbar. Das hat das Verwaltungsgericht München entschieden. Es wies damit die Klage eines Paares auf einen anderen Kita-Platz für seinen 13 Monate alten Sohn a b. Die Stadt München hatte den Eltern drei Tagesstätten vorgeschlagen, die alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln in etwa 30 Minuten erreichbar seien. Doch dem Paar war das zu weit. (Az.: M 18 K 13.2256)

Der seit dem 1. August geltende Rechtsanspruch auf Betreuung ein- und zweijähriger Kinder in einer Kita oder bei einer Tagesmutter war laut Urteil in dem Fall durch die Stadt erfüllt. Beide Eltern arbeiten in Vollzeit beim selben Unternehmen, brauchen also gleich lang für das Bringen und Abholen des Kleinen. Der Arbeitsplatz der Eltern ist ebenfalls in einer halben Stunde von der Kita aus zu erreichen. Wenn sie sich abwechselten, reduziere sich der Aufwand, so das Gericht

Gegen die Entscheidung hat die Kammer Berufung beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zugelassen. In einem vergleichbaren Fall hatten Eltern am Vortag das Verfahren für erledigt erklärt, nachdem die Stadt ihnen vor Prozessbeginn einen zufriedenstellenden Betreuungsplatz angeboten hatte. In München gibt es nach Angaben der Stadt etwa zehn Klagen auf Zuweisung eines Kita-Platzes.

Quelle: n-tv.de, dpa

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