Ratgeber

Gnadenfrist für deutsche Bankkunden IBAN erst ab 2016

Manche nennen sie nur "IBAN die Schreckliche": die neue, international gültige Kontonummer, die aus einer 22-stelligen Zahlen- und Buchstabenkombination besteht. Eigentlich sollte sie im Februar 2014 für alle Bankkunden Pflicht werden. Doch der Bundestag plant eine Gnadenfrist.

Im Februar 2014 müssen sich Bankkunden von ihrer alten Kontonummer verabschieden. Dann sollen nur noch die 22-stelligen internationalen IBAN-Codes gelten. Jetzt will der Bundestag den Wechsel erleichtern: Für eine Übergangszeit sollen die Deutschen weiterhin ihre vertrauten Kontonummern und Bankleitzahlen für den Zahlungsverkehr nutzen können, obwohl die Europäische Union dies eigentlich nicht mehr zulässt. Das sieht ein entsprechender Gesetzentwurf vor.

Wenn das Gesetz wie geplant verabschiedet wir, können Banken ihren Kunden eine Konvertierungsmöglichkeit anbieten, damit sie weiterhin die inländischen Kontonummern und Bankleitzahlen verwenden können. Bis zum 1. Februar 2016 soll den Verbrauchern in Deutschland ohne zusätzliche Gebühren erlaubt sein, "inländische Zahlungen weiterhin nach dem vertrauten Muster unter Verwendung der bisherigen Kontokennung vorzunehmen", heißt es in dem Entwurf. Darin wird aber auch darauf hingewiesen, dass es sich bei der Konvertierung um freiwillige Angebote der Banken handelt.

Auch das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) soll bis zum 1. Februar 2016 weiter möglich sein. Dabei nutzt der Verkäufer die auf der Karte vorhandenen Kontodaten nur zum Erstellen einer Einzugsermächtigung, ohne dass der Kunde seine PIN eintippt. Ohne SEPA-Begleitgesetz müsste das ELV zum 1. April 2014 wegen nicht mehr vorhandener EU-Kompatibilität wegfallen. Die Übergangsfrist soll den Betroffenen Zeit für die Entwicklung eines neuen, SEPA-konformen Verfahrens geben.

Neue Bankverbindung: Zum Girokonten-Vergleich

Quelle: ntv.de, ino

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