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Wurst, Material, Standort Lecker und sicher grillen

Beim Grillen sollte man immer auf ausreichend Belüftung achten. Foto: Monique Wüstenhagen

Beim Grillen sollte man immer auf ausreichend Belüftung achten.

Ob im eigenen Garten, im Park oder auf dem Balkon - der Frühling ist da und in Deutschland beginnt die Grillsaison. Doch damit Bratwurst & Co. zum einen gut gelingen und zum anderen nicht zum Sicherheitsrisiko werden, gibt es einiges zu beachten.

Für Asthmatiker ist der Rauch eines Holzkohlegrills unangenehm. Abhilfe schaffen Gas- oder sogenannte Vertikal-Grills. (Bild: ZB-Funkregio Ost)

Für Asthmatiker ist der Rauch eines Holzkohlegrills unangenehm. Abhilfe schaffen Gas- oder sogenannte Vertikal-Grills.

Sommerliche Temperaturen werden in den kommenden Tagen in weiten Teilen Deutschlands erwartet - für viele Bürger Gelegenheit, die Grillsaison zu eröffnen. Für ein sicheres und gesundes Grillen gibt es aber ein paar Dinge zu bedenken.

Wo sollte der Grill stehen?

Der Grill braucht einen sicheren Standplatz auf festem und ebenen Untergrund, in der Nähe sollten sich keine brennbaren Materialien wie etwa Lampions oder ein Sonnenschirm befinden. Wer einen Holzkohlegrill im Windschatten platziert, vermeidet Funkenflug. Spielende Kinder müssen in jedem Fall vom Grill fern gehalten werden.

Wie kleidet sich der Grillmeister?

Schürze, Grillhandschuh und langes Grillbesteck sind der beste Weg, um sich vor heißen Fettspritzern zu schützen. Wer solch einen Aufzug beim Grillfest albern findet, sollte sich die Statistiken ansehen: Etwa 4000 Grillunfälle gibt es im Jahr, rund 500 davon mit schweren Verbrennungen, unter deren Folgen die Betroffenen zum Teil ihr Leben lang leiden.

Wie wird die Holzkohle am besten entzündet?

Die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin rät von Brennspiritus oder gelartigen Grillpasten ab. Denn Spiritus und Benzin können zu leicht entflammbaren, unter Umständen hochexplosiven Gemischen verdunsten. Auf jeden Fall sollten es auf Sicherheit geprüfte Grillanzünder sein, feste Grillanzünder gelten als am sichersten.

Ab wann dürfen Fleisch und Würstchen auf den Grill?

Erst sollte die Kohle gut durchgeglüht sein, bevor das Grillgut auf den Rost kommt. Die richtige Grilltemperatur ist erreicht, wenn sich auf der Kohle eine weiße Ascheschicht bildet - was je nach Grill bis zu einer knappen Stunde dauern kann. Der Abstand des Rosts mit dem Grillguts zur Glut sollte nicht zu gering sein, sonst verbrennt es schnell: Lieber bei niedrigen Temperaturen etwas länger grillen. Verkohltes Fleisch schmeckt nicht nur schlecht, es ist auch ungesund.

Wozu sind Grillschalen gut?

Sie dienen der Sicherheit, weil vom Grillrost herabtropfendes Fett sich entzünden kann. Sie dienen aber auch der Gesundheit: Denn bei der Verbrennung von tierischem Fett, Fleischsaft oder Marinade werden Schadstoffe wie das krebserregende Benzopyren gebildet, die dann mit dem aufsteigenden Rauch auf das Grillgut gelangen. Das Garen in Grillschale oder Alufolie reduziert die Schadstoffbelastung.

Ist jedes Fleisch geeignet?

Gepökelte Fleisch- und Wurstwaren wie zum Beispiel Kasseler Koteletts sind nicht für das Grillen geeignet. Sie enthalten Nitritpökelsalz, aus dem bei großer Hitze als krebserregend geltende Nitrosamine entstehen können.

Was mache ich bei Bränden?

Sollte Fett in Brand geraten, ist das Feuer mit Sand, Löschdecke oder Feuerlöscher zu bekämpfen. Keine Löschversuche mit Wasser - dabei kann eine Stichflamme entstehen. Am besten ist, sich etwa einen Eimer Sand bereit zu stellen.

Was mache ich nach dem Grillen mit der Asche?

Die Restglut kann mit Sand erstickt werden. Auf jeden Fall muss die Asche aber völlig erkaltet sein - erst dann darf sie über den Restmüll entsorgt werden.

Und was ist bei Regen?

Am besten das Grillgut auf dem Herd weiter braten - auf keinen Fall darf der Grill mit ins Haus genommen werden. Grillen mit Holzkohle in Innenräumen kann lebensgefährliche Kohlenmonoxid-Vergiftungen verursachen, in der Vergangenheit gab es immer wieder Todesfälle. Auch sollte die Restwärme des Grills keinesfalls zum Heizen der Wohnung genutzt werden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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