Ratgeber
Dienstag, 15. Mai 2012

Für Zimmer an der Südseite: Mit Schutzglas gegen Hitze

An heißen Sommertagen kann Sonnenschutzglas dazu beitragen, dass es in Wohnräumen erträglich bleibt. Das gilt gerade für Zimmer an der Südseite. Das spezielle Glas hat eine metallene Beschichtung, die die Sonnenstrahlung reflektiert.

Wenn die Sonne an Sommertagen brennt, wird es besonders in Zimmern zur Südseite schnell unerträglich. In diesen Räumen kann Sonnenschutzglas im Fenster nützlich sein - es hält rund 50 bis 80 Prozent der Sonnenenergie ab. Das Glas werfe mit Hilfe einer dünnen, metallenen Beschichtung die Sonnenstrahlung zurück, erläutert der Bundesverband Flachglas (BF) in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen). Diese Beschichtung sei kaum zu sehen und spiegele nicht. Das Spezialglas gebe es in unterschiedlichen Farbnuancen sowie in per Knopfdruck veränderbaren Stufen.

Zusätzlich könne man bei Bedarf die Fenster mit Jalousien oder Markisen schützen. Außen am Fenster angebrachte Lösungen hielten die Sonnenwärme am effektivsten ab, so der Verband.

Sonnenschutzglas wird anhand von zwei Werten bemessen: Der Gesamtenergie-Durchlassgrad (g-Wert) beschreibt den Angaben zufolge die Sonnenwärme, die das Glas hineinlässt. Sonnenschutzglas besitze einen g-Wert von 0,20 bis 0,50 - rund 20 bis 50 Prozent der Sonnenenergie dringen also hindurch. Normales Wärmedämmglas habe einen Wert von 0,60 - lässt also 60 Prozent durch.

Das Glas soll zwar im Sommer Wärme abblocken, diese im Winter jedoch im Haus halten. Der zweite wichtige Wert für Fensterglas ist daher der Wärmedurchgangs-Koeffizient (Ug-Wert). Hier gilt den Angaben zufolge: Je kleiner der Wert, desto geringer der Wärmeverlust und umso geringer seien auch die Heizkosten. Bei modernem Zweischeiben-Wärmedämmglas sowie bei effektiven Sonnenschutzgläsern liege der Ug-Wert bei rund 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K).

Bei der Ausstattung mit Sonnenschutzglas können Kosten zwischen 180 und 240 Euro pro Quadratmeter anfallen. Dieser Werte sind allerdings nur Richtwerte.

Die Energieberatung der Verbraucherzentralen

Quelle: n-tv.de