Ratgeber

Alte Rentenversicherungen Nicht alle sind steuerfrei

88674_R_by_Claudia-Hautumm_pixelio.de.jpg

Policen gegen Einmalbetrag mit Kapitalwahlrecht sind nicht steuerbegünstigt.

(Foto: Claudia Hautumm, pixelio.de)

Renten- und Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, haben einen großen Vorteil: Sie müssen nicht versteuert werden, wenn sie mindestens zwölf Jahre liefen. Allerdings gilt diese Regelung nicht für alle Verträge, wie jetzt eine Frau erfahren musste, die eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung abgeschlossen hatte.

Die Sparerin hatte 1993 rund 51.000 Euro in eine Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht investiert. Als die Police 2006 fällig wurde, entschied sie sich gegen die Rente und für eine Abfindung in Höhe von 107.757 Euro. Rund 54.400 Euro davon waren Zinsen. Auf diese Zinsen verlangte der Fiskus Steuern, womit die Frau nicht gerechnet hatte und vor dem Hessischen Finanzgericht klagte.  

Das allerdings gab nun dem Finanzamt Recht (Az.:11 K 2096/09). Welche Versicherungsarten von der Steuer verschont bleiben, ist im Einkommensteuergesetz geregelt. Demnach blieben auch vor 2005 Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht nur steuerfrei, wenn sie regelmäßig bespart wurden. Policen gegen Einmalbetrag sind wiederum nur begünstigt, wenn sie nur als Rente ausgezahlt werden können. Die Kombination aus Einmalzahlung und Kapitalwahlrecht fällt nicht unter die Steuerbefreiung. Versicherte müssen also ihre Auszahlung mit dem Fiskus teilen – auch wenn sie beim Abschluss davon ausgegangen waren, ihre Rentenversicherung sei steuerfrei.   

Quelle: ntv.de, ino