Ratgeber

Erstklässler legen los Nicht jedes Geldgeschenk ist sinnvoll

Mit der Einschulung beginnt für Kinder ein neuer Lebensabschnitt, einhergehend mit vielen guten Wünschen und Geschenken. Oft sollen auch Ausbildungs- oder Rentenversicherungen die finanzielle Zukunft sichern. Doch die Verbraucherzentrale Hamburg sieht das kritisch.

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(Foto: imago stock&people)

Die Ausbildung ist noch lang und vor allem teuer. So möchten viele Eltern und Großeltern neben Schulutensilien, Büchern, Lernspielzeug und Süßigkeiten mit privaten Renten- oder Ausbildungsversicherungen als Geschenke zur Einschulung ihren Nachwuchs auch finanziell für die Zukunft rüsten. Doch die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) rät, beim Beschenken der Erstklässler besser auf die Versicherungspolicen zu verzichten.

Denn wegen hoher Provisionen, Verwaltungs- und Risikokosten geht demnach sowohl bei einer privaten Renten- als auch bei einer Ausbildungsversicherung - die eine besondere Form der kapitalbildenden Lebensversicherung ist - ein großer Teil der eingezahlten Prämien verloren, so Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg. Darüber hinaus sind die Verträge sehr unflexibel. Eine vorzeitige Kündigung führt laut vzzh zu erheblichen finanziellen Verlusten, so die Warnung der Finanzexpertin.

Wer die Kosten einer späteren Ausbildungskosten abdecken möchte, sei mit Bank- oder Fondssparplänen besser beraten, mit denen sich ebenfalls schrittweise eine größere Summe zurücklegen lässt. Für welche Anlageform sich die Eltern oder Großeltern entscheiden, hängt vor allem von der Risikobereitschaft der Anlegenden ab. Die lange Dauer von der Einschulung bis zur Ausbildung/Studium spricht aber wohl eher für Aktien-Fondssparpläne.

Gerade bei Aktienfondsanteilen ist die Rendite in letzter Zeit gut, und steckt die Börse mal wieder in einem Tief, können junge Menschen dies gut aussitzen. Zudem sind Fondssparpläne sehr flexibel; Ratenhöhe und Laufzeit können frei gestaltet werden. Bei einem finanziellen Engpass lässt sich die Einzahlung ohne Einhaltung von Kündigungsfristen problemlos stoppen. Wichtig ist jedoch, sich auch bei dieser Geldanlage vorab genau über die Kosten für Ausgabe, Verwaltung und das Führen des Depots zu informieren.

Finanztest empfiehlt für die breitgestreute Aktienanlage regelmäßig sogenannte börsengehandelte Indexfonds (ETFs), da diese wesentlich preisgünstiger und transparenter sind als aktiv gemanagte Fonds. Diese weisen jedoch in Form von Fondssparplänen die gleiche Flexibilität auf und bieten die selben Chancen und Risiken.

Quelle: ntv.de, awi

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