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Der Countdown läuft Schnell noch Steuern drücken

Bis zur nächsten Steuererklärung sind noch einige Monate Zeit. Was man dabei eintragen kann, entscheidet sich in den nächsten Wochen: Noch bis zum Jahresende können sich Steuerzahler Vergünstigungen sichern. Die Bundessteuerberaterkammer hat einige grundlegende Punkte zusammengestellt, bei denen der 31. Dezember der Stichtag ist.

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Die nächste Steuererklärung kommt bestimmt.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

 

Handwerkerkosten: Es kann sinnvoll sein, Arbeiten noch in diesem Jahr erledigen zu lassen. Sind die Kosten sehr hoch, werden sie besser gesplittet und teilweise ins Jahr 2010 verlagert. 20 Prozent der Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten für Handwerker können steuermindernd geltend gemacht werden. Materialkosten gehören allerdings nicht dazu. Der mögliche Höchstbetrag für die Anrechnung wurde Anfang 2009 von 3000 Euro auf 6000 Euro erhöht - damit ist nun eine Ersparnis von 1200 Euro möglich.

 

Haushaltsnahe Dienstleistungen: Auch die steuerliche Förderung der sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen ist am 1. Januar 2009 ausgeweitet worden. Steuerzahler können nun ein Fünftel der Aufwendungen von bis zu 20.000 Euro - also bis zu 4000 Euro pro Jahr - geltend machen. Absetzbar sind sowohl die Löhne für sozialversicherungspflichtig angestellte Haushaltshilfen als auch die Bezahlung von selbstständig im Haushalt tätigen Personen oder Unternehmen. Bei geringfügig Beschäftigten sind die Ausgaben bei einem Höchstbetrag von 2550 Euro jährlich gedeckelt. In der Steuererklärung wird ein Fünftel davon, also höchstens 510 Euro, berücksichtigt.

 

Es kann sinnvoll sein, den großen Hausputz, einen Fensterputzer oder professionelle Gartenpflegearbeiten noch in diesem Jahr in Auftrag zu geben. Das gilt auch für Ferienwohnungen, sofern sie in einem EU-Land liegen. Die Honorierung muss per Rechnung und Zahlungsbeleg nachgewiesen werden. Barzahlungen akzeptiert das Finanzamt nicht.

 

Werbungskosten:  Bei Angestellten erkennt das Finanzamt pauschal 920 Euro als Werbungskosten an. Wer höhere Ausgaben nachweist, kann noch mehr Steuern sparen. Zu den Werbungskosten zählen alle Ausgaben, die dem Erwerb, der Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen - das sind Fachbücher, Möbel für das Arbeitszimmer, berufliche Fortbildungen und natürlich die Fahrtkosten zur Arbeit.

 

Außergewöhnliche Belastungen: Bis zur Zumutbarkeitsgrenze muss man außergewöhnliche Belastungen selbst tragen. Wie hoch diese Grenze ist, hängt von den Gesamteinkünften ab. Je nach Einkommen und Kinderzahl liegt sie zwischen einem und sieben Prozent. Darüber hinausgehende Aufwendungen für eine Krankheit, medizinisch notwendige Kuren, Unterhaltszahlungen oder Scheidungskosten können häufig steuerlich geltend gemacht werden. Wer die Grenze in diesem Jahr nicht überschreitet, aber 2010 mit größeren Belastungen rechnet,  schiebt die eine oder andere Ausgabe besser auf.

Quelle: n-tv.de, ino/ dpa

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