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Welcher Firma kann man trauen? Schufa plant Apps für Privatkunden

Die Schufa ist dafür bekannt, dass sie Unternehmen Informationen über potentielle Kunden liefert. Was viele nicht wissen: Auch Privatpersonen können sich über mögliche Geschäftspartner informieren. Künftig auch übers Smartphone.

Bevor Banken Geld verleihen, Stromversorger einen Liefervertrag anbieten oder Versandhändler Ware verschicken, fragen sie bei der Schufa nach,  ob die Kunden überhaupt zahlungsfähig sind. Umgekehrt geht das aber auch: Privatleute können sich bei der Schufa danach erkundigen, wie es um die Bonität möglicher Geschäftspartner steht. Und das soll künftig noch einfacher werden und auch mobil übers Smartphone möglich sein: "Wir arbeiten intensiv an Apps", sagte Schufa-Vorstandsvorsitzender Michael Freytag dem "Handelsblatt".

Der Service an sich ist nicht neu: Schon seit 2010 bietet die Schufa eine Unternehmensauskunft für Privatpersonen an. Dabei geht es nicht nur um die Bonität der betreffenden Firma. Geliefert werden auch Stammdaten, Geschäftszahlen, Informationen zur Branche und zu Veränderungen im Unternehmen. Anhand dessen sollen Verbraucher einschätzen können, ob ein Unternehmen zuverlässig ist. Interessant ist das beispielsweise für Bewerber, die ihren neuen Arbeitgeber nicht richtig einschätzen können. Bauherren, denen bei der Pleite einer Baufirma ein finanzielles Desaster droht, verschafft die Auskunft größere Sicherheit. Auch Kleinunternehmen können den Service nutzen, um sich über potentielle Geschäftspartner ins Bild zu setzen.     

"Wir wollen uns stärker in Richtung Privatkunden öffnen", sagte Schufa-Chef Freytag. "Wir wollen der Schutzpatron für die Wirtschaft sein, aber eben auch für Privatpersonen." Details zu den geplanten Smartphone-Anwendungen nannte der Schufa-Vorstandschef im "Handelsblatt" nicht. Offen ist somit auch, ob der mobile Zugriff günstiger sein wird als die konventionelle Abfrage, bei der die gewünschten Daten per Brief verschickt werden. Pro Auskunft kostet das 28,50 Euro. Außerdem müssen sich Interessenten zunächst bei der Schufa registrieren. Dafür werden einmalig 18,50 Euro fällig.

Hauptgeschäft der Schufa ist es, Unternehmen Informationen über die Kreditwürdigkeit von Vertragspartnern zu liefern. Die Schufa gehört Banken und Sparkassen sowie Unternehmen der Handels- und Telekommunikationsbranche.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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