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Kleingeld war gestern Neue mobile Bezahlmöglichkeiten

Ein Jahr ohne Bargeld leben - das geht nicht? Doch - der frühere ABBA-Musiker Björn Ulvaeus hat's in Schweden gemacht - und gute Erfahrungen dabei gesammelt. Soweit muss man es ja nicht treiben aber Tatsache ist: Die Möglichkeiten, ohne Scheine und Münzen durchs Leben zu kommen, nehmen zu.

Im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Kaffee um die Ecke. Überall gibt es die ersten Möglichkeiten für das mobile Zahlen mit dem Smartphone. Aber längst geht nicht überall alles.

Gesichtserkennung

Beispiel: Gesichtserkennung. Das geht ganz simpel. Im Laden einchecken. Schon erscheint beim Kassierer auf der Kasse das Fotos des neuen Gastes, der gleich mit seinem Smartphone zahlen will. Auch hierfür muss man sich vorher anmelden, Bankdaten und ein Foto hinterlegen. Dahinter steckt ein Pilotprojekt in Berlin des Zahlungsdienstleisters Paypal.

e-Wallets

E-Wallets sind sogenannte elektronische Geldbörsen. Viele Anbieter tüfteln daran. Erst vor wenigen Wochen hat Vodafone sein E-Wallet in Düsseldorf vorgestellt. Auch hier dauert das Bezahlen nur Sekunden. Voraussetzung eine NFC-fähige Kasse. NFC ist ein kontaktloser Datentransfer über kurze Distanz, wie Frank Vahldiek von Vodafone erläutert: "Ich muss 4 Zentimeter entfernt sein, von dem Terminal, dass es ausgelesen werden kann. Und derjenige, der das Terminal betreibt, ist ja auch sichtbar. Das heißt, man weiß als Kunde auch, wer einem das Geld abgebucht hat." Experten gehen davon aus, dass es schwer ist; hier beim Bezahlen Daten missbräuchlich abzugreifen.

Auch die großen Kreditkartenanbieter Visacard und Mastercard arbeiten an Lösungen für das Bezahlen mit dem Handy. Bezahlt wird wieder nahezu im Vorbeigehen über die NFC-Technologie. Bislang stecken die Banken hier aber noch in den Kinderschuhen, wenn es darum geht ihren Kunden die Kreditkarte auf dem Handy zu ermöglichen.

Supermarkt-Apps

Bei Netto Marken-Discount geht’s und bei Edeka auch. App runterladen, anmelden und dann einkaufen. Zur Sicherheit muss man vor dem Bezahlen an der Kasse eine Pin in sein Handy eingeben. Erst dann ermittelt das Smartphone einen sogenannten Barcode. Den scannt die Kassiererin ein. Wenige Sekunden später gibt es die Bestätigung der Bezahlung aufs Handy. Fertig.

Bislang scheitert es deutschlandweit noch an der Akzeptanz der Systeme. Nicht alles geht überall. Auch die Anmeldung bei den vielen einzelnen Systemen ist wohl Geschmackssache. Verbraucherschützer raten zwar gerade vorsichtigen Charakteren noch zum Abwarten, sind aber dennoch optimistisch für die innovativen Zahlungsmodelle auf dem Handy.

Quelle: ntv.de