Ratgeber

Ab zehn Stunden wird's bedenklich Sexspielzeug schädigt Organe

Niederländische Warenprüfer raten zum maßvollen Umgang mit Dildo und Co. Weil sich gesundheitsschädliche Phthalate und andere Weichmacher lösen können, sollten Sexspielzeuge aus PVC nicht viel länger als zehn Stunden pro Woche genutzt werden.

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Die Weichmacher im Sexspielzeug aus PVC werden bei Dauergebrauch zum Gesundheitsrisiko.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wie gefährlich sind Chemikalien in Sexspielzeug? Gibt es überhaupt Grenzwerte? Nach einer kleinen Anfrage der Grünen vor zwei Wochen muss sich die Bundesregierung mit derlei Fragen befassen. Bei der Risikobewertung könnten nun auch die gerade veröffentlichten Erkenntnisse niederländischer Warenprüfer eine Rolle spielen. Vibratoren aus Kunststoff können demnach bis zu zehn Stunden pro Woche gefahrlos benutzt werden. Von deutlich längerem Gebrauch rät die Behörde für Nahrungsmittel- und Warenprüfung (VWA) aber ab.

Als Grund nennen die Tester, dass PVC-Vibratoren meist sogenannte Phthalate als Weichmacher enthalten, die bei längerem Gebrauch freigesetzt werden und die Nieren sowie andere Organe schädigen könnten. Phthalate und sonstige Weichmacher gelten auch in anderen Plastikprodukten als potenzielles Gesundheitsproblem, etwa in Gummistiefeln.

"Diese Stoffe sind bislang in erotischen Artikeln nicht verboten", teilte die VWA mit. "Wegen des großen Marktes für solche Erzeugnisse haben wir sie vorsichtshalber untersucht." Insgesamt seien 36 verschiedene PVC-Vibratoren und -Dildos getestet worden. "Bei einem längeren Einsatz als zehn Stunden pro Woche ist die Freisetzung von Phthalaten zu hoch. Gesundheitsschäden können dann nicht ausgeschlossen werden." Der Regierung in Den Haag empfahlen die Warenprüfer, dafür zu sorgen, dass Dildofabriken die Konsumenten über die jeweilige Materialzusammensetzung informieren müssen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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