Ratgeber
Donnerstag, 12. Januar 2012

Nicht einfacher als auf Papier: So bewirbt man sich online

Immer öfter setzen Unternehmen bei der Mitarbeitersuche auf Internet-Bewerbungen. Das spart den Weg zur Post, aber nicht den Aufwand beim Bewerben an sich. Zudem stellen sich beim Ausfüllen von Formularen oder dem Aufsetzen der E-Mails neue, ganz praktische Fragen.

Vor allem große Personalabteilungen lassen die Bewerber Formulare ausfülllen. Hier kann man mit individuellem Stil hervorstechen.
Vor allem große Personalabteilungen lassen die Bewerber Formulare ausfülllen. Hier kann man mit individuellem Stil hervorstechen.(Foto: Cornelia Menichelli)

Die Online-Bewerbung holt die schriftliche Bewerbungsmappe ein:  Eine knappe Mehrheit der Personalchefs bevorzugt einer Umfrage zufolge mittlerweile Bewerbungen per Internet. 1500 Verantwortliche ließ der Branchenverband Bitkom befragen, 41 Prozent der Unternehmen setzten auf Bewerbungen per E-Mail oder Online-Formular, 40 Prozent halten an der traditionellen Mappe fest. Gerade bei Großunternehmen liefen die Bewerbungsprozesse inzwischen in der Regel digital.

Die Bewerber sparen auf diese Weise Porto und Material – aber nicht unbedingt Mühe. Denn bestimmte Grundregeln gelten bei jeder Bewerbungsform.  

Bewerben per Mail

Online-Bewerbungen erfolgen oft per E-Mail. Bewerber sollten zunächst einmal ihre E-Mailadresse auf Tauglichkeit überprüfen. Spitznamen oder Phantasienamen sind eher kontraproduktiv. Am besten ist eine neutrale Mail-Adresse, wie etwa "vorname.nachname@provider.de".

Die Betreffzeile ist der wichtigste erste Eindruck beim Arbeitgeber und sollte sowohl das Stichwort "Bewerbung" als auch den Jobtitel und eventuell die Kennziffer der Stellenanzeige enthalten. Der Text der E-Mail soll meist nur auf die Bewerbung hinweisen und die Anhänge wie Lebenslauf und Zeugnisse auflisten. Er kann aber auch als Anschreiben genutzt werden. Am Ende steht die Signatur mit Name, Adresse und Telefonnummer.

Online-Formular

Oft lassen Firmen Online-Bewerbungen über standardisierte Formulare laufen. Die auszufüllenden Felder sind dabei für jeden gleich. Bewerber sollten sich daher sorgfältig Gedanken über die Formulierungen machen. Sind die Felder ausgefüllt, sollten die Angaben gespeichert oder ausgedruckt werden: Falls es ein Bewerbungsgespräch gibt kann man so noch einmal alles nachlesen. Besonders wichtig ist, das Formular vor dem Absenden auf Rechtschreibung und Vollständigkeit zu überprüfen. Fehlende Angaben sind oft ein K.O.-Kriterium.

Anlagen

Bei den Anlagen gilt: Weniger ist mehr. Einer E-Mail sollte der Bewerber nur Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und eventuell Arbeitsproben anhängen. Das Bewerbungsfoto sollte möglichst in den Lebenslauf integriert werden. Außerdem sollten die Anlagen deutlich mit dem eigenen Namen beschriftet und zusammen nicht größer als drei bis vier Megabyte sein. Bei Online-Formularen gibt es meist Angaben zur maximalen Dateigröße von etwa zwei Megabyte. Wichtig ist die Verwendung gängiger Dateiformate, um sicherzugehen, dass die Firma die Dateien auch öffnen kann. Am besten eignen sich PDFs.

Umgangston

Bei einer Bewerbung per E-Mail ist laut Bitkom inzwischen ein weniger formaler Umgangston üblich. Bei einer Bewerbung per Online-Formular sollten Stil und Inhalt jedoch denen einer schriftlichen Bewerbung entsprechen. Im ersten Freitextfeld bietet sich eine kurze Begrüßung an und zum Schluss eine Grußformel, um die Anonymität der Formulare zu durchbrechen.

Eigene Homepage

Um sich individueller präsentieren zu können, gibt es für Jobsuchende die Möglichkeit einer eigenen Bewerbungs-Homepage. Persönliche Stärken kann der Bewerber dort besser hervorheben. Eine solche Seite können Bewerber selber erstellen oder einen Online-Dienst damit beauftragen. Die Homepage kann aber keine akkurate und vollständige Bewerbung ersetzen und sollte lediglich als Ergänzung dienen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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