Ratgeber

Auch hier gibt es Regeln So gelingt effektives Homeoffice

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Der Produktivität zuliebe sollte man sich auch zuHause an einige Regeln halten.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Aufgrund der aktuellen Coronakrise arbeiten derzeit viele Menschen zu Hause. Doch gerade im eigenen Heim lauern Ablenkungen, die dazu verleiten, die eigentliche Arbeit schleifen zu lassen. Deshalb ist es wichtig, einige Grundregeln zu beachten.

Egal, ob es sich um die schmutzige Küche, die geliebte Netflix-Serie oder Aufmerksamkeit fordernde Kinder handelt: Beim Arbeiten zu Hause kann es schnell passieren, dass man sein eigentliches Aufgabenpensum nicht schafft.

Auch ist natürlich das Gegenteil möglich: Man arbeitet viel länger, weil man die üblichen Pausen- und Arbeitszeiten im Büro häufig nicht mehr im Blick hat oder aber auch, weil man dem Chef zeigen möchte, dass man daheim wirklich fleißig ist. Hier helfen einige Tipps, die für effektives Arbeiten sorgen und gleichzeitig vor übermäßig viel Einsatz schützen.

Optimale Voraussetzungen schaffen

Eine lahme Internetverbindung oder andere technische Probleme können das störungsfreie Arbeiten zu Hause enorm erschweren und zu jede Menge Frust führen. Deswegen sollten bereits im Vorfeld alle technischen Voraussetzungen geschaffen werden, die den Arbeitsalltag erleichtern. Dazu gehören ein leistungsstarkes Internet, ein funktionierendes Headset und andere Utensilien, die im entsprechenden Job wichtig sind.

Wer längerfristig von zu Hause arbeitet, sollte unbedingt für einen großen Bildschirm sorgen. So werden die Augen durch die kleineren Laptop-Bildschirme nicht zu stark belastet. Zu einem produktivitätsfördernden Arbeitsplatz im eigenen Heim gehört auch das passende Mobiliar. Ergonomische Utensilien wie Schreibtischstühle, Tastaturen und Mäuse schonen den Rücken und die Gelenke. Zu viel Chaos auf dem Schreibtisch kann die Produktivität beeinträchtigen. Ablagesysteme sorgen hier für Ordnung.

So tun, als wäre man im Büro

In Jogginghose auf der Couch herumliegen, einen Film schauen und nebenbei ein bisschen arbeiten? Das klingt erst einmal verlockend, wird aber kaum zu guten Arbeitsergebnissen führen. Die Assoziation liegt hierbei nämlich ganz klar auf Entspannung. Wird der Laptop außerdem ständig mit ins Bett oder auf die Couch genommen, kann es schwieriger sein, abends abzuschalten. Deshalb ist eine klare Trennung von Arbeits- und Privatleben auch beim Homeoffice wichtig. Im Idealfall schafft man sich einen eigenen kleinen Arbeitsraum. Weiterhin sollte man sich einen festen Arbeitsplatz - am besten an einem Schreibtisch - einrichten. Nach dem morgendlichen Aufstehen zieht man sich am besten so an, als wäre man im Büro (Anzug und Krawatte müssen natürlich nicht sein), das fördert produktiveres Arbeiten.

Auch sollten unbedingt die regulären Arbeitszeiten wie im Büro eingehalten werden: Wer also immer um 9 Uhr anfängt und um 18 Uhr Feierabend macht, sollte das auch jetzt beibehalten. Unterbrechungen wie Spaziergänge oder Einkäufe sollten nur in den im Büro üblichen Pausenzeiten erfolgen.

To-do-Liste erstellen

Um auch wirklich produktiv zu sein, ist es hilfreich, sich für den Tag eine Liste der abzuarbeitenden Aufgaben zu erstellen und diese gezielt zu erledigen. So geht man sicher, dass man das Arbeitspensum schafft. Die eigenen Ziele können entweder stunden, tage- oder wochenweise gesetzt werden. Idealerweise sollten Arbeitnehmer sich hier mit den Kollegen oder mit dem Chef abstimmen. Das erhöht die Motivation erheblich.

Ablenkungen minimieren

Homeoffice erfordert für viele Menschen mehr Disziplin als das Arbeiten am regulären Arbeitsplatz. Natürlich kann man auch im Büro bei Facebook oder Online-Shops seine Zeit vertrödeln. Jedoch besteht immer die Gefahr, dabei aufzufliegen, was beim Homeoffice nicht der Fall ist. Dazu kann mal die Waschmaschine piepsen, die beste Freundin ruft an oder das Haustier bettelt um Aufmerksamkeit. Da hilft nur Konsequenz. Das bedeutet, alle anderen Angelegenheiten außerhalb des Jobs auf die Pausenzeiten oder den Feierabend zu legen.

Schon im Vorfeld sollte man am besten dafür sorgen, etwaige Störfaktoren zu minimieren: Der Fernseher ist also aus, das Handy wird auf lautlos geschaltet und die Tür zum Arbeitszimmer bleibt geschlossen. Eltern sollten ihren Kindern klarmachen, dass eine Störung nur im Ausnahmefall erlaubt ist. Wer Kleinkinder hat, kann die Arbeitszeit auch aufteilen und - in Absprache mit dem Chef - einen Teil auf den späteren Abend verlegen. Im Idealfall findet sich jedoch jemand, der auf die Kleinen aufpassen kann.

Quelle: ntv.de, imi