Ratgeber

Erstattung nur mit Bescheinigung Steuer für Kapital zurückholen

Die Abgeltungssteuer lässt sich unter Umständen bei der Steuererklärung geltend machen. Dafür müssen aber einige Bedingungen erfüllt sein, wie der Bund der Steuerzahler erklärt.

Ausnahmen machen das Ausfüllen der Anlage sinnvoll.

Ausnahmen machen das Ausfüllen der Anlage KAP sinnvoll.

Sparer könne sich die Abgeltungssteuer unter Umständen vom Finanzamt erstatten lassen. Voraussetzung ist aber, dass sie der Behörde eine Bescheinigung der Bank vorlegen, aus der hervorgeht, wie viel Geld einbehalten wurde. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Die Vorlage eines Sparbuchs genügt dem Finanzamt nicht. Das hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt in einer aktuellen Verfügung klargestellt.

Der Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent plus Solidarzuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer wird laut Steuerzahlerbund von der Bank direkt an das Finanzamt abgeführt. Damit brauche der Steuerzahler in der Einkommensteuererklärung keine Angaben mehr zu seinen Kapitalerträgen zu machen.

Unter Umständen lohnt es sich aber dennoch, die Kapitalerträge zu erklären. Dies ist zum Beispiel dann vorteilhaft, wenn der persönliche Steuersatz unter dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent liegt oder der Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Person beziehungsweise 1602 Euro bei Verheirateten noch nicht ausgenutzt wurde. In diesen Fällen erstattet das Finanzamt die zu viel gezahlte Abgeltungsteuer im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zurück.

Die Anrechnung der zu viel gezahlten Steuern setzt aber eine entsprechende Steuerbescheinigung der Bank voraus. Diese muss sämtliche im Gesetz vorgegebene Angaben enthalten. Eine Kopie des Sparbuchs oder die Vorlage des Sparbuchs genügt dem Finanzamt daher nicht. Dies gilt selbst dann, wenn sich aus dem Sparbuch entnehmen lässt, wie viel Abgeltungsteuer von der Bank einbehalten wurde. Das hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt in einer aktuellen Verfügung vom 26. Juni 2012 deutlich gemacht.

Besonders junge Sparer bezahlen oft Steuern für ihre Kapitaleinkünfte, obwohl sie dies eigentlich nicht müssten. Denn sie versäumen es häufig einen Freistellungsauftrag für Kapitaleinkünfte bei Ihrer Bank zu stellen, oder die bezahlten Steuern über ihre Steuererklärung zurückzufordern.

Die besten Festgeld-Angebote

Tagesgeldkonten im Vergleich

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

Mehr zum Thema