Ratgeber
Montag, 25. Februar 2013

Hausmeister, Putzkraft oder Gärtner : Steuern sparen mit Betriebskosten

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Um die Steuerlast zu senken, lohnt sich ein Blick in die Wohn-Betriebskostenabrechnung. Denn unter bestimmten Umständen ist in Teilen das steuerliche Absetzen möglich.

Betriebskostenabrechnung: Posten über Posten - manche können steuerlich geltend gemacht werden.
Betriebskostenabrechnung: Posten über Posten - manche können steuerlich geltend gemacht werden.

Nebenkosten, die Mietern durch Hausmeister, Reinigungskräfte oder Gärtner entstehen, können von der Steuer abgesetzt werden. Allerdings müssen dafür nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) in Berlin zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss der Vermieter die Rechnungsbeträge bargeldlos überwiesen haben. Zweitens benötigt der Mieter eine Abrechnung über die Betriebskosten, in denen die Personalkosten von den Materialkosten getrennt werden. Wichtig ist, dass aus der Betriebskostenabrechnung die einzelnen Positionen deutlich ablesbar sind.

Auf eine entsprechende Abrechung hat der Mieter dem Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zufolge einen Anspruch (Az.: 222 C 90/09). Denn nur die Arbeitskosten werden steuerlich berücksichtigt - nicht vollständig, aber zu 20 Prozent. Beträgt der Anteil des Mieters an den Kosten etwa für den Hausmeister 400 Euro, erstattet das Finanzamt 80 Euro.

Der Mieterbund hat berechnet, dass für ein Zehn-Parteien-Mietshaus 5000 Euro an Kosten für die Treppenhausreinigung anfallen,  davon 800 Euro Sach- und 4.200 Euro Personalkosten.  Wird jeder Haushalt mit 420 Euro für den Lohn der Putzkraft zur Kasse gebeten, sind 20 Prozent hiervon steuerlich absetzbar

Der Mieter kann die Kosten noch für das Jahr steuerlich geltend machen, in dem er die Nebenkostenabrechnung erhält. Er kann also die im Jahr 2011 entstandenen Betriebskosten, die 2012 abgerechnet wurden, in der Steuererklärung für 2012 anführen, die er bis zum 31. Mai 2013 abgeben muss. Mieter können die in der Jahresabrechnung ausgewiesenen Lohnkosten dann in den Mantelbogen ihrer Steuererklärung eintragen (Zeilen 75 bis 77). Das gilt nicht nur für Mieter, sondern auch für Eigentümer, die ihre Wohnung selbst nutzen.

Da der Höchstbetrag von bis zu 1200 Euro kaum ausgeschöpft werden kann,können auch Handwerkerleistungen von der Steuer abgesetzt werden, dazu gehören Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten. Hier gilt ebenso: Das Geld muss überwiesen worden sein, nur zwanzig Prozent dürfen geltend gemacht werden. Anrechenbar sind allerdings auch hier nur Arbeitslohn und Fahrtkosten plus Mehrwertsteuer.

Quelle: n-tv.de