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Was treibt der Nachwuchs? Taschengeld stagniert, online boomt

Kinder werden immer mehr zur Marktmacht. Sie sind bereits heute gezielte Verbraucher, die 27,50 Euro im Monat ausgeben können. Was sie mögen, erforscht seit 20 Jahren die Kids-Verbraucheranalyse.

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Fast jedes dritte Kind sucht im Internet Informationen zu Marken und Produkten.

(Foto: imago stock&people)

Lernen, spielen, E-Mails schreiben oder Musik hören: 82 Prozent der 6- bis 13-Jährigen - insgesamt 4,8 Millionen Kinder in Deutschland - verfügen über Computererfahrungen. Mehr als die Hälfte der 10- bis 13-Jährigen (56 Prozent) ist täglich online. Bei den 6- bis 9-Jährigen ist es schon fast jedes fünfte Kind (18 Prozent). Das sind 7 und 8 Prozentpunkte mehr als 2013.

Das Bücherlesen ist dagegen leicht auf dem Rückzug. Das geht aus der Kids-Verbraucheranalyse 2014 hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Dafür wurden im Auftrag des Egmont Ehapa Verlags 1660 Eltern und deren Kinder (6 bis 13 Jahre) befragt. Sie stünden repräsentativ für 5,83 Millionen deutschsprachige Kinder, hieß es. Das Internet soll nach dem Willen der Eltern nur begrenzt genutzt werden. Ganz oben auf ihrer Liste der Verbote: Die Kinder sollen keine persönlichen Daten angeben. Das gilt für 90 Prozent der 6- bis 9-Jährigen und für 79 Prozent der 10- bis 13-Jährigen.

Auch welche Internetseiten besucht werden und wie viele Stunden die Kids vor dem Computer sitzen dürfen, wird limitiert. Bei fast der Hälfte der Jüngeren (40 Prozent) muss auch immer ein Elternteil anwesend sein. Am häufigsten sammeln die Kinder nach eigenen Angaben im Netz Informationen für die Hausaufgaben (40 Prozent, + 10). Ebenso viele schreiben E-Mails (+ 4). 38 Prozent hören Musik, 37 Prozent surfen ohne festes Ziel herum.

Immerhin fast jedes dritte Kind (28 Prozent, +8) sucht Infos zu Marken und Produkten. Dabei können die Kinder stärker als früher auf eigene Handys und Smartphones zurückgreifen. 57 Prozent aller 6- bis 13-Jährigen besitzen ein eigenes Handy oder Smartphone - ein Plus von 8 Punkten auf 3,35 Millionen Kinder. Das seien 80 Prozent aller 10- bis 13-Jährigen (+11) und 33 Prozent aller 6- bis 9-Jährigen (+6).

Doch selbst 6 Prozent aller 4- und 5-Jährigen haben ein Handy oder Smartphone. 53 Prozent aller 4- bis 13-Jährigen bekommen ein gebrauchtes Endgerät. Das Taschengeld ist 2014 nicht noch einmal angestiegen. Wie 2013 bekommen Kinder in Deutschland im Schnitt 27,50 Euro im Monat. Es wird vor allem für Süßigkeiten, Zeitschriften, Fastfood und Eis ausgegeben.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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