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Unfreiwillig in der Zeitung Verbot nicht immer möglich

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Nicht jeder will in die Zeitung.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wer sich selbst auf einem Bild in der Zeitung wiederfindet, kann sich dagegen nicht ohne weiteres zur Wehr setzen. Nur wenn die jeweilige Person eindeutig zu erkennen ist, kann sie die Verbreitung verbieten lassen, entschied das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken. Dies könne der Fall sein, wenn entweder das Gesicht des Betroffenen deutlich zu erkennen sei oder andere Merkmale wie etwa Haarschnitt oder Körperhaltung eine eindeutige Identifizierung zuließen (Az.: 4 W 53/10).

Das Gericht lehnte damit den Antrag eines Schülers auf Erlass einer einstweiligen Verfügung ab. Er hatte sich gegen die Weiterverbreitung eines Zeitungsfotos von einer Demonstration gewandt, auf dem er angeblich zu sehen sei.

Das OLG sah für die Forderung keine rechtliche Grundlage. Denn weder sei das Gesicht des Schülers erkennbar noch habe er nachvollziehbar dargelegt, mit welchen anderen Merkmalen man ihn identifizieren könne. Außerdem handele es sich um ein "zeitgeschichtliches" Foto, bei dem Personen ihre Abbildung hinnehmen müssten, wenn sie zufällig oder absichtlich in Verbindung zu einem Ereignis der Zeitgeschichte wie etwa einer Demonstration gerieten.

Quelle: ntv.de, dpa

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