Ratgeber

Strompreise steigen und steigen Verbraucher sind wechselfaul

Die Strompreise steigen kontinuierlich weiter an. Jeder könnte den Preis mit einem Wechsel des Anbieters drücken. Doch über 90 Prozent der Verbraucher nehmen die Preisrunden stillschweigend hin.

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Mehr als drei Millionen Verbraucher haben im vergangenen Jahr nach einer Hochrechnung des Vergleichsportals Verivox auf Basis der Daten der Bundesnetzagentur den Stromanbieter gewechselt. Das sind ein Drittel mehr Wechsler als noch 2009.

Insgesamt sind die Zahlen allerdings noch ernüchternd. Nur rund sieben Prozent der Verbraucher nutzen die Möglichkeit, sich von ihrem bisherigen Stromanbieter zu trennen. "Vielen Kunden sind die hohen Einsparpotenziale nicht klar, stattdessen werden Preiserhöhungen oft klaglos hingenommen", meint Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.

Grund zum Wechsel des Stromanbieters gibt es genug. Eine Preisrunde folgt der nächsten. Zum 1. Februar und 1. März wollen nach Angaben des Vergleichsportals Check24 66 Versorger die Preise erhöhen. Im Durchschnitt beträgt der Aufschlag sieben Prozent. Erst zum Jahreswechsel hatten zahlreiche Energieversorger die Preise für Strom deutlich angehoben.

Keine Angst vorm Wechsel

Die Angst, dass man bei einem Wechsel des Energieversorgers plötzlich ohne Strom da steht, ist völlig unbegründet. Der Wechsel dauert zwar ein paar Wochen, läuft aber in der Regel völlig unproblematisch ab. Die meiste Arbeit nimmt Ihnen der Stromtarifrechner auf n-tv.de ab.

Am besten nimmt man die letzte Jahresabrechnung zur Hand, um den jährlichen Stromverbrauch zu ermitteln. Aus der Postleitzahl und dem Jahresverbrauch ermittelt der Stromtarifrechner automatisch den günstigsten Tarif. Darüber hinaus können zusätzlich individuelle Wünsche berücksichtigt werden. So kann man sich zum Beispiel nur Ökostrom-Tarife anzeigen lassen, die in der Regel auch preislich konkurrenzfähig zu den konventionellen Tarifen sind.

Vorkasse-Tarife meiden

Verbraucherschützer raten einhellig von Vorkasse-Tarifen ab. Diese sind zwar oft günstiger, bergen jedoch ein gewisses Risiko. Geht der Stromanbieter pleite, muss der Strom eventuell bei einem Anbieter nochmals gekauft und bezahlt werden. Wer für längere Zeit Ruhe haben will, kann sich auch nur Tarife mit Preisgarantie anzeigen lassen. Dann sollte man die Preisgarantie aber nicht nur für drei Monate, sondern mindestens ein Jahr wählen.

Doch auch wer keine Preisgarantie wählt, ist dem neuen Versorger nicht völlig ausgeliefert. Wenn auch dieser kurzfristig an der Preisschraube dreht, besteht ein Sonderkündigungsrecht – und man kann wieder zu einem anderen Anbieter wechseln. Wichtig: In der Regel kündigen Sie Ihrem alten Versorger nicht selbst. Dies erledigt Ihr neuer Anbieter, nachdem Sie einen Vertragsabschluss eingeleitet haben.

Quelle: ntv.de, akl

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