Ratgeber

Das beste Urlaubsschnäppchen finden Vergleiche-Vergleich lohnt sich

Das Urlaubsgeschäft via Internet boomt. Immer mehr Online-Reisebüros drängen auf den Markt. Doch die Meta-Suchmaschinen weisen bei der Suche nach den besten Reiseschnäppchen Lücken auf. Es gilt: Auch Vergleichsanbieter sollten verglichen werden.

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Die Reisebranche erwartet ein Rekordjahr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutschen haben ihre Lust am Reisen wieder entdeckt. Das Jahr 2011 soll ein Rekordjahr in Sachen Urlaub werden, prognostizieren die Forscher der jährlichen Reiseanalyse. Zu neuen Höhen schwingt sich auch die Ferienplanung via Internet auf. Meta-Suchmaschinen drängen auf den Markt und versprechen mit wenigen Klicks den Weg zur billigsten Reise. Doch den finden sie manchmal selbst nicht.

Das Urlaubsgeschäft via Computer konnte sogar der Wirtschaftskrise trotzen - im Gegensatz zur gesamten Tourismusbranche, die 2009 um über fünf Prozent an Umsatz einbüßte, wie der Dienstleister Ulysses Web-Tourismus ermittelte. Der Umsatz der Online-Tourismusindustrie hingegen sei auch im Krisenjahr gestiegen, habe um drei Prozent auf 18,6 Milliarden Euro zugelegt.

Nicht ohne Tücken

Rund jede dritte ihrer am Computer gebuchten Reisen schlossen die Deutschen in den vergangenen Jahren über Online-Reisebüros wie Expedia, Opodo oder Holidaycheck ab, wie der Verband Internet Reisevertrieb mitteilt. Diese Internet-Dienstleister drängten in jüngster Zeit "mit enormem Werbedruck" auf den Markt, sagt Dominik Rossmann von Ulysses. Sie versprechen den Kunden: "den Flug, der Sie zur richtigen Zeit an den richtigen Ort bringt und das richtige Hotel für Sie - jeweils zum günstigsten Preis" - wie es etwa beim Anbieter Swoodoo heißt.

Was in der Theorie für die Verbraucher einfach, zeitsparend und billig klingt, hat in der Praxis seine Tücken. Tücken, für die die Meta-Suchmaschinen mitunter gar nichts können. "Die Meta-Sucher haben unter anderem eine Schwachstelle", erklärt Rossmann: "Sie müssen die Daten von den Anbietern einholen." Verweigere ein Reiseunternehmen einer Meta-Suchmaschine aber den Zugriff auf die Daten, so könne sie dessen Preise auch nicht in ihre Übersicht aufnehmen. Der Preisvergleich wird entsprechend ungenauer.

Auch direkt beim Anbieter schauen

Vor vier bis fünf Jahren sei das noch ein größeres Problem gewesen. Die Bereitschaft von Tourismusunternehmen oder Fluggesellschaften, mit Meta-Suchmaschinen zusammenzuarbeiten, sei damals noch "relativ gering" gewesen, sagt Rossmann. Das habe sich verbessert. Aufwand und Kosten, den die Metasucher den Reisekonzernen verursachten, seien zurückgegangen.

Ganz auf die Informationen eines Anbieters verlassen sollte sich der Urlauber in spe aber auch heute nicht, rät Beate Wagner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Der sinnvollste Rat ist, immer bei mehreren zu schauen." Wer verschiedene Internet-Seiten und Anbieter vergleiche, habe nicht nur die größte Chance, auf ein wirkliches Schnäppchen zu stoßen. "Man bekommt auch ein Gefühl dafür, was eine bestimmte Reise einfach kostet", sagt Wagner. Auch trügerischen Lockvogel-Angeboten gehe der Kunde dann nicht so schnell auf den Leim.

In den Vergleich einbeziehen sollten die Verbraucher übrigens auch die Internetseiten der Reiseanbieter direkt. Dort finden sich Verbrauchertests zufolge ab und an sogar noch günstigere Angebote.

Quelle: ntv.de, Caroline Biehl, AFP

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