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Gassigehen mit dem Dogsitter Wann sind die Kosten absetzbar?

Was bei Kindern geht, funktioniert bei Hunden nur begrenzt: Betreuungskosten von der Steuer absetzen. Kümmert sich ein Dogsitter um Striegeln, Füttern und Gassigehen, dann ist das in den meisten Fällen keine haushaltsnahe Dienstleistung.

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Keine Zeit für den Hund? Ein Dogsitter kümmert sich.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wenn Eltern einen Babysitter engagieren, können sie die Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung geltend machen. Wenn Hundehalter ihren Vierbeiner einem "Dogsitter" anvertrauen, gilt das nicht unbedingt. Das Finanzgericht Münster hat nun klargestellt: Der Lohn für einen Hundesitter ist nur dann absetzbar, wenn die Hunde in der Wohnung oder im Garten des Steuerpflichtigen betreut werden.

Der Kläger hat zwei Hunde, für die er regelmäßig einen Betreuungsservice in Anspruch nimmt. Die Hunde werden vom "Hundesitter" abgeholt und auch wieder zurück gebracht. 2008 zahlte der Mann dafür 2750 Euro, 2009 waren es insgesamt 4702 Euro, die er als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung geltend machte. Das Finanzamt wollte diese Posten allerdings nicht anerkennen.

Zu Recht, wie das Finanzgericht jetzt entschieden hat. Zwar handele es sich bei der Tätigkeit des "Dogsitters" grundsätzlich um eine haushaltsnahe Dienstleistung im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Dazu gehörten unter anderem auch Kochen, Einkaufsdienste, Raum- und Gartenpflege und die Betreuung von Kindern und kranken Haushaltsangehörigen. Auch Leistungen, die für die Versorgung und Betreuung eines Hundes erbracht würden, seien demnach grundsätzlich haushaltsnah, urteilten die Richter, denn Tätigkeiten wie Füttern, Fellpflege und das Ausführen des Hundes würden regelmäßig vom Steuerpflichtigen oder sonstigen Haushaltsangehörigen erledigt. Die Gewährung der Steuerermäßigung scheitere im Streitfall jedoch daran, dass die konkreten Dienstleistungen nicht - wie das Gesetz verlange - "im" Haushalt des Klägers erbracht worden seien. Wäre der Hundesitter ins Haus gekommen, hätte das Finanzamt die Kosten wahrscheinlich anerkennen müssen. 

Quelle: n-tv.de, ino

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