Ratgeber

Pauschal oder mit Nachweis Werbungskosten richtig ansetzen

Rechner, Büromaterial und Co. können als Ausgaben für Arbeitsmittel von der Steuer abgesetzt werden. Haben Berufstätige keine größeren Aufwendungen getätigt, kann eine Pauschale von 110 Euro angesetzt werden. Was Verbraucher dabei beachten sollten.

Immerhin absetzbar: Steuern für eine beruflich genutzte Zweitwohnung können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Foto: Jens Büttner

Entweder werden alle Kosten einzeln mit entsprechenden Belegen abgerechnet, oder es wird nur die Pauschale angesetzt.

(Foto: dpa)

Aufwendungen für Arbeitsmittel wie Computer können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Das gilt, wenn sie zur Erledigung beruflicher Aufg aben dienen und so gut wie ausschließlich für die Arbeit genutzt werden. "Zu den typischen Arbeitsmitteln gehören beispielsweise Fachbücher oder Fachzeitschriften, Berufsbekleidung und deren Reinigung, Computer, Mobiliar, Büromaterial sowie das Telefon", zählt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler auf.

Laut dem Gesetz sind Werbungskosten Ausgaben zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Am häufigsten fallen die Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit an. Dafür kann ein Arbeitnehmer entweder die Entfernungspauschale geltend machen oder die Kosten.

Zu den vollständig absetzbaren Werbungskosten zählen neben Ausgaben für Berufsverbände und -versicherungen auch Bewerbungskosten und Rechnungen für Fachliteratur. Auch Kosten für Umzüge werden berücksichtigt. Ein Umzug muss allerdings beruflich veranlasst sein.

Wenn keine größeren Anschaffungen wie Mobiliar, Computer oder Ähnliches getätigt wurden, kann es günstig sein, die Arbeitsmittelpauschale von 110 Euro in der Einkommensteuererklärung anzusetzen. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Nichtbeanstandungsgrenze. Das heißt, Aufwendungen bis zu dieser Höhe müssen nicht durch einzelne Belege nachgewiesen werden. "Allerdings wird diese Pauschale nicht automatisch, wie beispielsweise der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro, vom Finanzamt berücksichtigt, sondern nur, wenn in der Einkommensteuererklärung eine entsprechende Angabe erfolgt", erklärt Käding.

Wichtig ist auch zu wissen, dass diese Pauschale nicht neben weiteren nachgewiesenen Kosten, zum Beispiel Telefonkosten, angesetzt werden kann. Entweder werden alle Kosten einzeln mit entsprechenden Belegen abgerechnet, oder es wird nur die Pauschale angesetzt.

Steuerrechner: Wie viel Netto bleibt vom Brutto?

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

Mehr zum Thema